Kann er ohne Defibrillator spielen?

Eriksen kehrt offenbar nach Mailand für Checks zurück

Christian Eriksen muss wohl Inter verlassen.
Christian Eriksen muss wohl Inter verlassen.
© picture alliance, Francesco Scaccianoce

29. Juli 2021 - 23:30 Uhr

Gibt es eine Lösung für Eriksen?

Der dänische Superstar Christian Eriksen soll Medienberichten zufolge in der kommenden Woche nach Mailand zurückkehren. Dort wird er offenbar nochmal medizinisch untersucht. Konkret gehe es darum, ob er auch ohne Defibrillator auskommen kann. Mit dem Gerät darf der 29-Jährige nicht in Italien spielen.

Eriksen bekam Defibrillator implantiert

Wie der britische Sender Sky Sports am Donnerstag berichtet, gehe es nicht nur darum, ob der Inter-Profi wieder auf Hochleistungsniveau trainieren und spielen könne, sondern auch darum, ob er in Zukunft ohne den implantierten Defibrillator auskommen könnte.

Eriksen war im Juni zu Beginn der Europameisterschaft in Kopenhagen während des Spiels gegen Finnland auf dem Rasen zusammengebrochen und musste wiederbelebt werden. Danach wurde dem 29-Jährigen ein Defibrillator implantiert, der Herzrhythmusstörungen erkennt und im Notfall Schocks auslöst.

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Nie wieder in Italien?

Sein Vertrag bei Meister Inter läuft bis Sommer 2024. Doch in Italien kann Eriksen mit dem implantierten Defibrillator nicht spielen. "Nur wenn ihm der Defibrillator entfernt wird und ein Spezialist zeigen kann, dass es ihm körperlich wieder gut geht, kann er wieder für Inter spielen", hatte Francesco Braconaro, Mitglied der wissenschaftlichen Kommission beim italienischen Verband FIGC, unlängst dem italienischen Radio Kiss Kiss gesagt. Eine Erteilung einer Spielgenehmigung für einen Profi mit eingesetztem Defibrillator sei in Italien nicht möglich.

In Italien gelten diesbezüglich deutlich strengere Regeln als in anderen europäischen Ligen. Zum Beispiel spielt der niederländische Nationalspieler Daley Blind von Ajax Amsterdam mit einem Defibrillator. (msc/dpa)

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