Kein Bock auf „gendern“

CDU-Politiker reicht Beschwerde ein

25. Juni 2021 - 18:41 Uhr

Eckart Capitain (CDU) fühlt sich durch die neuen Richtlinien der Stadt Mülheim an der Ruhr diskriminiert. Denn die möchte, dass ab sofort "gegendert" wird. Der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende wolle, dass es eine freiwillige Sache bleibe. Der CDU-Politiker fühle sich durch die neue Schreibweise mit dem sogenannten Gendersternchen als Mann nicht angesprochen - verweist in seiner Beschwerde auf das Gleichstellungsgesetz von Männern und Frauen für das Land NRW:

"In Vordrucken sind geschlechtsneutrale Personenbezeichnung zu verwenden. Sofern diese nicht gefunden werden können, sind die weibliche und die männliche Sprachform zu verwenden."

Egal ob Sternchen (Bürger*in) oder Doppelpunkt (Bürger:in) – für den CDU-Politiker sei es schwierig, was man darunter zu verstehen habe. Die Stadt Mülheim an der Ruhr verstehe darunter das Einbeziehen aller Geschlechtsidentitäten. Also eben das, was das Sternchen aussagen soll. Die Stadt verteidigt ihre Entscheidung. Sie hoffe auf Akzeptanz und sehe sich in der Pflicht diese Sprache anzuwenden. Laut Eckart Capitain hätte die Stadt die neuen Richtlinien erst nach einer politischen Beratung und Abstimmung veröffentlichen dürfen. Er will seine Rechtseinschätzung jetzt beantwortet haben. Deswegen geht Capitains Beschwerde jetzt in den Sozialausschuss.

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