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Cannabis-Legalisierung: Hanf-Startup aus Fulda freut sich auf neue Möglichkeiten

Raus aus der kriminellen Cannabis-Ecke

Hanf-Startup aus Fulda freut sich auf mögliche Legalisierung

Hanf-Startup aus Fulda freut sich auf mögliche Legalisierung Raus aus der kriminellen Cannabis-Ecke
03:28 min
Raus aus der kriminellen Cannabis-Ecke
Hanf-Startup aus Fulda freut sich auf mögliche Legalisierung

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Cannabis zu Genusszwecken

„Wir führen die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften ein", schreiben SPD, Grüne und FDP in ihrem Koalitionsvertrag. Eine Neuerung, die bei vielen Bürgerinnen und Bürgern auf Vorfreude trifft. Darunter sind auch die drei Gründer von 'Green Pioneers', die sich ganz dem Handel mit Nutzhanf-Produkten verschrieben haben. Wie sie die Ampel-Pläne aufnehmen und was noch so geplant ist, das sehen Sie im Video.

Breite Palette an Hanf-Produkten

Mit ihrem Start-Up Green Pioneers widmen sie sich voll und ganz Cannabis – genauer dem Nutzhanf: „Aktuell verarbeiten wir hier Nutzhanf, den wir rund um unseren Firmensitz hier bei Fulda mit lokalen Landwirten anbauen und stellen daraus zum Beispiel Lebensmittel und Naturkosmetikprodukte her.", erklärt Philipp Gärtner, einer der Gründer.

Seit 2018 betreiben die drei Jung-Unternehmer ihr Geschäft und haben mittlerweile eine breite Palette bestehend aus Hanfsamen, Ölen, Tees aber auch Seifen oder Cremes – alles ganz legal.

Trotz legalem Handel: Es gibt immer wieder Ärger

Trotzdem müssen Philipp, Marc und Kerim immer wieder vermitteln und erklären, was sie da tun. Nicht nur vor den Nachbarn, sondern sogar vor der Polizei, die eines Tages bei ihnen für eine Razzia vor der Tür stand : "Aufgrund dieser unterschiedlichen Rechtsaufafssungen gibt’s hier sowohl auf Seiten der Behörden, aber auch auf Seiten der Unternehmen einfach Sachverhalte, die sich gegenüber stehen. Und genau solchen Missverständnissen sind wir dann auch zum Opfer gefallen.“

Daher erhoffen sie sich mit der Legalisierung auch ein gesellschaftliches Umdenken in Sachen "Cannabis". Und da kommen ihnen die derzeitigen Pläne der Ampel-Koalition sehr entgegen.

Hanf als Alleskönner?

Philipp Gärtner selbst ist auch Cannabis-Patient: „Ich bin seit Jahren, also seit meiner Kindheit schon Migräne-Patient. [...] Es war auch so ein bisschen die Grundmotivation, dass wir uns mehr mit der Pflanze beschäftigt haben und letztendlich auch unser Unternehmen gegründet haben.“
Aber nicht nur die medizinischen Vorteile überzeugen die Gründer – es gibt noch mehr Möglichkeiten Hanf in unseren Alltag zu integrieren.

"Die Faser von Hanf hat das Potenzial als Industriewerkstoff zum Beispiel viel von der Baumwolle abzulösen – auch etwas, was wir aus Tausenden von Kilometern herholen. Gleichzeitig bindet Hanf sehr viel CO2 während des Wachstums aus der Atmosphäre in den Boden."