Jetzt hat's BUMM gemacht! Hier wird die Rahmede-Talbrücke gesprengt

Und weg ist sie!
Die Rahmede-Brücke an der A45 ist Geschichte. Der marode Bau in Nordrhein-Westfalen ist am Sonntagmittag in Lüdenscheid kontrolliert gesprengt worden. Die Talbrücke war fast eineinhalb Jahre gesperrt, was für massives Verkehrschaos sorgte.

Planmäßige Sprengung sorgt für Erleichterung

Um Punkt 12 Uhr brachten 150 Kilo Sprengstoff die Brückenpfeiler zum Einsturz. Das 17.000 Tonnen schwere, 450 Meter lange und bis zu 70 Meter hohe Bauwerk an der deutschlandweit wichtigen Autobahn stürzte auf ein gewaltiges Fallbett herab. Die Bebauung direkt unterhalb der Talbrücke machte die Sprengung besonders schwierig. „Es hätte nicht besser laufen können“, sagte Sprengmeister Michael Schneider dem WDR.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und sein NRW-Amtskollege Oliver Krischer (Grüne) schauten sich das Spektakel vor Ort an.

Die Rahmede-Talbrücke ist auch ein Politikum und zum Symbol für die vielerorts marode Infrastruktur in Deutschland geworden. Laut dem Bundesverkehrsministeriums stehe ein schnellstmöglicher Neubau ganz oben auf der Prioritätenliste.

07.05.2023, Nordrhein-Westfalen, Lüdenscheid: Sprengung der Talbrücke Rahmede, der Sprengstoff in den Brückenpfeilern explodiert, danach sinkt die Talbrücke wie geplant zu Boden. Die Sprengung in bebautem Umfeld ist schwierig, das 17 000 Tonnen schwere Bauwerk muss akkurat aus bis zu 70 Metern Höhe auf ein Fallbett stürzen. Foto: Christoph Reichwein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Um 12 Uhr mittags ging es der Brücke an den Kragen.
dpa, Christoph Reichwein
07.05.2023, Nordrhein-Westfalen, Lüdenscheid: Sprengung der Talbrücke Rahmede, der Sprengstoff in den Brückenpfeilern explodiert, danach sinkt die Talbrücke wie geplant zu Boden. Die Sprengung in bebautem Umfeld ist schwierig, das 17 000 Tonnen schwere Bauwerk muss akkurat aus bis zu 70 Metern Höhe auf ein Fallbett stürzen. Foto: Christoph Reichwein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der Sprengstoff in den Pfeilern explodiert, die Talbrücke sinkt wie geplant zu Boden.
dpa, Christoph Reichwein

Vollsperrung seit fast 1,5 Jahren

Die Brücke war seit 17 Monaten voll gesperrt - mit gravierenden Folgen. Die wichtige Verkehrsachse Dortmund - Frankfurt war seither unterbrochen. Die auch wirtschaftlich bedeutende umliegende Region war von Stauchaos, Lärm- und Abgasbelastung, stockendem Lieferverkehr, Fachkräfte-Abwanderung und Umsatzeinbußen schwer getroffen.

07.05.2023, Nordrhein-Westfalen, Lüdenscheid: Zahlreiche Zuschauer verfolgen die Sprengung der Talbrücke von einer Wiese auf einem Berg in der Nähe. Seit 17 Monaten ist die wichtige Autobahnbrücke gesperrt - mit gravierenden Folgen. Die Sprengung in bebautem Umfeld ist schwierig, das 17 000 Tonnen schwere Bauwerk muss akkurat aus bis zu 70 Metern Höhe auf ein Fallbett stürzen. Foto: Christoph Reichwein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Zahlreiche Zuschauer verfolgen die Sprengung aus der Nähe.
dpa, Christoph Reichwein
ARCHIV - 11.08.2022, Nordrhein-Westfalen, Lüdenscheid: Blick auf die gesperrte Autbahn-Talbrücke Rahmede. Sie wird am Sonntagmittag in Lüdenscheid an der A45 gesprengt. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und sein NRW-Amtskollge Oliver Krischer (Grüne) wollen die Aktion vor Ort verfolgen. Foto: Dieter Menne/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
So war sie früher: die Rahmede-Talbrücke an der A45 im idyllischen Sauerland.
nic sb wa pil, dpa, Dieter Menne