Perfektes Zeitmanagement

Bullet Journal: So steigern Sie Ihre Produktivität mit Notizbuch und Stift

Weniger Stress, mehr Produktivität: Die Bullet-Journal-Methode kann Ihnen nicht nur im Home-Office helfen.
© iStockphoto

30. Mai 2020 - 10:06 Uhr

Stress im Home-Office oder Büro? Ein Bullet Journal bringt Sie weiter

Back to the roots im digitalen Zeitalter: So heißt 2020 die Devise für ein stressfreies Zeitmanagement im sonst so digitalen Alltag. Neben smarten Apps und Aktivitätstrackern bevorzugen immer mehr Menschen die analoge Methode zum Planen und Organisieren. Für Bullet Journaling brauchen Sie nicht viel – lediglich Stift und Papier. Und trotzdem soll der Trend Produktivität und Zeitmanagement auf das nächste Level heben, meditativ wirken und kreativen Freiraum bieten. Doch wie ist das möglich und was ist überhaupt ein sogenanntes Bullet Journal?

Bullet Journaling: Wieso, weshalb, warum?

"Die Bullet-Journal-Methode" von Ryder Caroll.
Ryder Caroll hat die Bullet-Journal-Methode erfunden. In diesem Ratgeber können Sie alle Details nachlesen.
© Rowohlt Taschenbuch

Das Bullet Journal ist Kalender, Notizbuch, To-do-Liste und Tagebuch in einem. Der New Yorker Ryder Caroll erfand die Bullet-Journal-Methode, mit der er ein flexibles und anpassbares Planer-System entwickelte. Übrigens: Der Produktivitäts-Freak hat einen eigenen Ratgeber namens "Die Bullet-Journal-Methode: Verstehe deine Vergangenheit, ordne deine Gegenwart, gestalte deine Zukunft" geschrieben, in dem er einzelne Aspekte des Systems nochmals genauer erklärt. Wir haben zusammengefasst, welche Basics Sie für Ihr eigenes Bullet Journal kennen müssen.

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So geht die Bullet-Journal-Methode

​Das Wichtigste vorweg: Das Bullet Journal basiert auf den namensgebenden Bullets, also Stichpunkten, die eine zu erledigende Aufgabe markieren. Ist diese erledigt, wird der Punkt in ein Kreuz umgewandelt. Wenn Sie Aufgaben in die nächste Woche oder den nächsten Monat verschieben wollen, wird der Punkt zum Pfeil. Termine können mit Kreisen markiert werden und Prioritäten erhalten ein Sternchen vor dem jeweiligen Stichpunkt. Das System können Sie Ihren eigenen Bedürfnissen anpassen.

  1. Index: Im Bullet Journal schreiben Sie alle Einträge hintereinander weg. So können sie sich so viel Platz für eine Tagesübersicht nehmen, wie sie tatsächlich brauchen oder einen Monat lang pausieren, ohne vorgedruckten Platz zu verschwenden. Zur Orientierung lohnt es sich, ein Inhaltsverzeichnis anzulegen, in dem sie dokumentieren, was sich auf welcher Seite befindet.
  2. Future Log: Die Bullet-Journal-Methode arbeitet sich vom großen Ganzen ins Detail. Im Future Log planen Sie mehrere Monate oder das ganze Jahr in einer Jahresübersicht voraus und schreiben alle Aufgaben zum jeweiligen Monat.
  3. Monatsübersicht: Schreiben Sie die jeweiligen Aufgaben und Termine des Monats aus dem Future Log in Ihre Monatsübersicht. Ende des Monats entscheiden Sie dann, ob Sie die nicht erledigte Aufgaben mithilfe des Pfeils in die neue Monatsübersicht übertragen. Zusätzlich können Sie markieren an welchen Tagen Sie Sport getrieben haben oder einer gewünschten Gewohnheit nachgegangen sind: Die Möglichkeiten sind unendlich.
  4. Wochen- und Tagesübersicht: In die Wochenübersicht übertragen Sie die Aufgaben des jeweiligen Monats und schreiben alle Termine und Aufgaben auf, die im Verlauf der Woche anfallen. Auch hier übertragen Sie gegebenenfalls unerledigte To-dos in die nächste Woche. Zusätzlich können sie täglich mit Tagesübersichten arbeiten und Ihren Tag bis ins Detail aufschlüsseln.

Dauert das nicht ewig? Der Clou ist, dass Sie Ihr Bullet Journal mit der Zeit ausfüllen und lediglich mit Future Log und einer Monatsübersicht beginnen. Am besten nehmen Sie sich einmal wöchentlich die Zeit, um die nächste Woche zu planen.

Welche Tools braucht man zum Bullet-Journaling?

Pitt Artist Pen und Bullet Journal.
Bullet Journal Basics: Dotted Notizbuch und Fineliner reichen für den Start aus.
© Faber Castell, leuchtturm1917

Notizbuch und Stift sind bei dieser Methode unabdingbar: Das Bullet Journal lebt von seinem analogen Charakter. Besonders praktisch sind sogenannte punktkarierte Notizbücher, wie beispielsweise das Notizbuch von leuchtturm1917*, das von vielen Planer*innen verwendet wird. Punktkarierte Seiten geben genug Orientierung für gerade Linien und sind dennoch so unscheinbar wie blanko Papier. Bei diesem Notizbuch sind auch Inhaltsverzeichnis und Seitenzahlen ein großer Bonus, da handschriftliche Seitennummerierung ziemlich viel Zeit rauben kann. Auch der richtige Stift ist nicht zu unterschätzen, denn ein schwarzer Fineliner sieht viel eleganter aus als verschmierter Kugelschreiber. Hier sind die Faber Castell Pitt Artist Pens* zu empfehlen, die auch bei Markierungen nicht verwischen und im praktischen Set von 4 Stärken daherkommen.

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Platz für Kreativität: Wunderschöne Extras im Bullet Journal

Tombow, Staedtler, Post-it.
Die einen mögen es minimalistisch, die anderen benutzen gerne viele bunte Farben.
© Tombow, Staedtler, Post-it

Lassen Sie sich nicht von Instagram-Posts entmutigen – jeder kann ein Bullet Journal führen und muss dabei kein Künstler sein. Wichtig ist, dass das System für Ihre persönlichen Bedürfnisse funktioniert. Trotzdem: Das Bullet Journal ist idealer Ort zum Ausleben Ihrer Kreativität. Besonders beliebt sind sogenannte Themenseiten, bei denen Wunschlisten, Lieblingsbücher, Gewohnheitstracker oder Finanzpläne ihren Platz finden. Wie wär es zum Beispiel mit einem motivierenden Zitat in geschwungener Handlettering-Schrift oder einer kleinen Zeichnung? Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Diese Extras sind aktuell besonders angesagt:

  • Pastellfarbene Tombow-Stifte*: Dieser Fasermaler haben eine Pinsel- sowie eine normale Spitze und eignen sich ideal für hübsche Schriftzüge oder kleine Doodles, die Ihrem Bullet Journal den ganz persönlichen Touch verleihen.
  • Bunte Fineliner von Staedtler*: Color-Coding ist auch ein beliebtes Thema in der Journal-Community. Einträge in blauer Farbe sind beispielsweise Arbeits-To-dos und grüne Notizen markieren Geburtstage etc.
  • Post-its*: Mit sogenannten Sticky-Notes bzw. Haftstreifen können Sie sich Ihre Lieblingsseiten markieren und ganz ohne einen Blick in den Index wichtige Seiten wiederfinden.

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