Bulldogge, Mops & Co.: Trendtiere sind oft überzüchtet und leiden unter Krankheiten

22. Januar 2018 - 12:34 Uhr

Trendtiere: Aussehen vor Gesundheit

Überzüchtete Tiere atmen oft schwer, ihre Augen sind entzündet, sie haben Haltungsschäden und sterben meist deutlich früher als ihre Artgenossen. Die Tiere leiden unter den quälenden Merkmalen, die Züchter oder Besitzer gerade schön finden. Die Trendtiere Bulldogge und Mops zum Beispiel sind typische Opfer dieses Schönheitswahns. Doch auch die Besitzer müssen leiden, wenn Sie für teure Operationen ihrer Lieblinge bezahlen. Letztendlich fallen diese Tiere einem menschlichen "Experiment" zum Opfer: Hauptsache, sie sind schön anzusehen und entsprechen den neuesten Modetrends.

Was ist Überzüchtung?

Bei der Überzüchtung werden die Gene der Vierbeiner so verändert, dass sie den Schönheitsstandards des Züchters entsprechen. Aussehen geht hier vor Gesundheit: Die natürlichen Merkmale der Tiere verschwinden. Das verkürzt oft ihre Lebensdauer und führt zu Autoimmunkrankheiten. Dies geschieht meist durch Inzest, wodurch oftmals auch Erbkrankheiten weitergegeben werden.

Tiere als Opfer des menschlichen Schönheitswahns

Unter den überzüchteten Tieren ist der Mops ein klassisches Beispiel. Seine Speckrollen, Knautschnase und Glubschaugen lassen ihn zwar niedlich aussehen, doch entstehen dadurch enorme gesundheitliche Folgen für das Tier. Diese typischen Merkmale werden vom Züchter unter anderem durch eine Veränderung der Hautstruktur und eine Verkürzung des Nasenbeins verursacht. Durch die Überzüchtung können folgende gesundheitliche Schäden auftreten:

Die eingedrückte Nase führt zu Atemproblemen

In den Speckrollen/Falten entstehen oft Entzündungen

Die Glubschaugen führen oft zu Netzhautentzündungen

Ohne Operationen oder bestimmte Pflege können die Trendtiere oft gar nicht überleben. Eine Klinik in Leipzig ist weltweit führend, um die Folgen solcher Fehlzüchtungen zu operieren. Im Video sehen Sie, wie Tierärzte die Möpsin Nala vor dem Tod bewahren.