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Mops

Der Mops ist ein anschmiegsamer Familien- und Schoßhund ohne Jagdtrieb, der aus China stammt. Bei der Haltung muss auf Übergewicht und Atemnot geachtet werden.

Mops picture alliance / blickwinkel/H. Schmidt-Roeger | H. Schmidt-Roeger

Der Mops zählt zu den Zwerghunden und wurde von der FCI, dem Verband für Hunderassen, als englische Hunderasse anerkannt. Laut der FCI sollen Möpse eine Größe zwischen 25 und 30 cm und ein Idealgewicht von 6,3 bis 8,1 kg haben. Die Lebenserwartung liegt zwischen 12 und 15 Jahren. Sie haben ein glattes, kurzes Fell in Silbergrau, Schwarz, Apricot oder in Beige in sehr vielen Variationen. Die Ohren sind als Knopf- oder Rosenohren ausgebildet. Zu den Besonderheiten zählen die flache Schnauze und tiefe Falten im Fell. Sie treten am Rücken, Nacken und Gesicht auf. Bei hellem Fell sind sie sehr dunkel. Sie bilden dann eine schwarze "Maske" rund um die Augen und auf der Stirn.

Herkunft und Geschichte des Mops

Der Mops wurde wahrscheinlich vor Jahrtausenden in China aus Molossern gezüchtet, aus doggenartigen großen Hunden. Der kleine Mops war damals nur dem Kaiser vorbehalten. Im 16. Jahrhundert kamen die Möpse mit Handelsschiffen der Niederländischen Ostindien-Kompanie aus China in die Niederlande, wo sie in den Salons zu Schoßhunden der Damen avancierten. Im Jahr 1689 kamen sie als Begleithunde auf die britische Insel, als Wilhelm III. aus den Niederlanden König von England wurde. Dort züchtete man sie weiter. Der Mops wurde in späterer Zeit zum Lieblingshund von Königin Victoria und eroberte die europäischen Adelshäuser. Der Name geht vermutlich auf das niederländische "mopperen" (brummen) zurück, da er röchelnde Atmung hat und beim Schlafen schnarcht.

Haltung und Pflege eines Mops

Der Mops ist ein anschmiegsamer freundlicher Familienhund ohne großen Bewegungsbedarf. Er versteht sich auch mit Kindern gut. Da er als Schoßhund gezüchtet wurde, hat er weder einen Wachtrieb noch den Jagdtrieb. Nach Spaziergängen liegt er am liebsten auf dem Sofa. Das führt bei diesen Hunden schnell zum Übergewicht, wenn der Halter nicht ständig auf die ausgewogene Ernährung und Bewegung des Hundes achtet. Weil die Schnauze extrem flach ist, besteht die Gefahr eines Brachycephalensyndroms, einer Behinderung der Atmung. Sie kann durch Gewichtsreduktion und chirurgische Eingriffe behandelt werden, vor allem durch eine Nasenlocherweiterung. Das Fell der Möpse haart sehr. Es braucht aber mit Ausnahme der Falten nur wenig Pflege. Die Falten im Gesicht sollten immer trocken gehalten und gereinigt werden.