Keine akute Gefahr mehr, dass der Leuchtturm kippt

Wahrzeichen steht schief: Bremerhavens beliebter Leuchtturm wird abgebaut

Leuchtturm in Bremerhaven drohte einzustürzen Wahrzeichen wird abgebaut
01:32 min
Wahrzeichen wird abgebaut
Leuchtturm in Bremerhaven drohte einzustürzen

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von Christo Tatje und Kim Umlauf

Die letzten Stunden des Leuchtturms in Bremerhaven sind gezählt: Nachdem der Turm in der Nacht zu Donnerstag abgesackt ist und seitdem schief in Richtung Weser steht, muss gehandelt werden. Das Wahrzeichen könnte einstürzen. Im Video berichtet RTL-Reporterin Sarina Sprengelmeyer über die aktuellen Entwicklungen vor Ort.

Wahrzeichen wird abgerissen

Schon am Samstag soll damit begonnen werden, den Leuchtturm abzureißen. Der Rückbau ist am Donnerstag durch Bremenports-Chef Robert Howe bekanntgegeben worden.

Die Wasserschutzpolizei und das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt waren den ganzen Donnerstag vor Ort um die Lage weiter zu prüfen. Messungen ergeben, dass das Wahrzeichen von Bremerhaven am Freitag nicht mehr um zustürzen droht. Trotzdem: „Man sieht deutlich, wie sehr die Mole, also die Unterkonstruktion, auf der der Leuchtturm steht, abgesackt ist heute Nacht. Das liegt regelrecht in Trümmern“, berichtet RTL-Reporterin Sarina Sprengelmeyer am Donnerstag.

Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz ist entsetzt

18.08.2022, Bremen, Bremerhaven: Der schief stehenden Moleturm. Teile der Nordmole in Bremerhaven sind in der Nacht zum Donnerstag eingesackt. Die Einfahrt zur Geeste ist gesperrt. Auch der Fährbetrieb der Weserfähre musste eingestellt werden. Foto:
Messungen haben ergeben, dass sich die Konstruktion nicht weiter bewegt hat.
ssd sei, dpa, Sina Schuldt

„Wenn man zynisch sein wollte, könnte man sagen, das war ein Desaster mit Ansage. Ich habe seit Jahren die Verantwortlichen im Senat und bei Bremenports dringlich auf die Notwendigkeit der Sanierung der Nordmole hingewiesen, aber leider ist nichts Sichtbares passiert“, schildert der SPD-Politiker. Nach Angaben der Stadt Bremerhaven befindet sich die Nordmole im Eigentum des Landes Bremen. Der Turm sei demnach ein aktives Leuchtfeuer und ist im Besitz des Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.

Auch viele Bremerhavener sind sauer. Sie wollen ihr Wahrzeichen nicht verlieren. Doch es gibt Hoffnung: Der Leuchtturm steht unter Denkmalschutz und soll wohl bis 2025 zumindest an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.

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Sarina Sprengelmeyer
RTL Nord-Reporterin Sarina Sprengelmeyer vor Ort.
RTL Nord

Mittlerweile ist auch der Schifffahrtsverkehr wieder freigegeben. Zuvor konnten Schiffe von außerhalb nicht mehr die Werften im Hafen erreichen und auch die Fischer kamen nicht mehr raus aufs Meer, weil die Ein- und Ausfahrt zur Geeste gesperrt war. Sie sind sauer, berichten sie RTL-Reporterin Sarina Sprengelmeyer und fragen sich, warum nicht früher gehandelt wurde, denn die Kaje an der Nordmole sei seit Jahren baufällig. Auch der Fährbetrieb der Weserfähre musste bis Freitagfrüh eingestellt werden. (mit dpa)