27. Juni 2019 - 14:52 Uhr

Kein Scherz – diese Namen wurden wirklich vergeben!

Bei den beliebtesten Vornamen ändert sich von Jahr zu Jahr relativ wenig. Mia, Ben und Emma hören wir schon seit einigen Jahren auf den Spielplätzen der Nation. Aber haben Sie schon von Himalay, Mandel und Juliander gehört? Die Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. veröffentlicht jetzt zum ersten Mal die ungewöhnlichsten, aber standesamtlich beurkundeten Namen. Wir zeigen die ausgefallensten Kreationen.

Inspiration ist das Wichtigste

Bei manchen Vornamen lässt sich die Inspirationsquelle der Eltern auf den ersten Blick erkennen. Manchmal sind echte Erdkunde-Fans am Werk, so wie bei Kurdistan, Florida, Amsterdam, London, Main und Pompeiana.

Auch das Lieblingsessen hat Einfluss auf die Kindernamenwahl: Kiwi, Lemon, Ernte und Tequila sind erlaubt. Und die kleine Carnevale isst, ihrem Namen nach, wohl einfach ungern Fleisch.

Demnächst tummeln sich Walkyria, Thor und Loki gemeinsam mit dem kleinen Hamlet, Daenerys, Ramsay und Herkules auf dem Spielplatz. In die gleiche Sparte fallen auch andere historische Namen wie Faustus, Sherlock, Aphrodite und Perseus.

Wie viel Freude Bombastus, Sturmium, Amazing, Magic, Kleeblatt und Boss in der Schule haben werden, bleibt angesichts ihrer wirklich sehr ungewöhnlichen Vornamen noch abzuwarten.

Manche Eltern sehen offenbar eine besonders große Zukunft für den eigenen Nachwuchs und legen mit einem bereits bekannten Namen einen wichtigen Grundstein: Johannes-Paul, Peter-Alexander, Maria-Magdalena und Muhammed-Ali müssen in ziemlich große Fußstapfen treten.

Hier ist Kreativität gefragt

Manche Eltern scheinen ihren Kindern ganz besonders ausgefallene Namen geben zu wollen. Die Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. hat ebenfalls die Namen veröffentlicht, die pro Jahrgang in den vergangenen drei Jahren maximal ein einziges Mal vergeben wurden.

Für Mädchen sind das: Battaglia, Crispina, Dioni, Ervina, Florienne, Milkica oder Himalay. Die Jungs heißen dann Batikan, Damiel, Endonit, Ornilo, Juniperus oder Mathan.

Angefragt, aber abgelehnt

Irgendwann ist Schluss mit lustig, auch die Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. kennt Grenzen. Die folgenden Namen wurden zwar von Eltern angefragt, aber (noch) nicht genehmigt: Großherzog, Popcorn, Urmel, Shaggy, Chaotica, Batman, vom Meer, Lucifer oder Pinocchio.

Die GfdS und die deutschen Standeämter arbeiten nicht direkt zusammen. Letztlich liegt die Entscheidung über zugealssene Vornamen bei den Standesämtern.

Noch nicht genug?

Skurrile und außergewöhnliche Vornamen gibt es mittlerweile Zuhauf in Deutschland. Wir haben noch weitere ungewöhnliche Kreationen zusammengestellt.