5. März 2019 - 10:30 Uhr

Wie wäre es statt "Abcde" mit "Schnuckelpupine"?

Die kleine "Abcde" aus den USA ist nicht die Einzige mit einem ungewöhnlichen Vornamen. Auch hierzulande sind Eltern kreativ. Godsgift, Schnuckelpupine oder Prinz-Gold - kein Scherz, diese Namen gibt es wirklich. Und damit nicht genug.

Langweilig oder kreativ - keine leichte Entscheidung

Max, Mia oder Emma sind vielen Eltern wohl zu langweilig. Da bleibt nur, kreativ zu werden, um in Kita und Krabbelgruppe noch mit ausgefallenen Kreationen punkten zu können. Eltern sollten allerdings nicht vergessen, dass Kinder mit besonders kreativen Namen später vielleicht auch gehänselt werden.

Damit das nicht allzu häufig passiert, müssen Vornamen in Deutschland von den Standesämtern freigegeben werden. Manche geschlechtsneutrale Namen brauchen dann noch einen eindeutig weiblich oder männlichen Zweitnamen, andere Namen werden gar nicht akzeptiert. 

Diese Namen sind an deutschen Standesämtern akzeptiert worden

Doch allzu streng sind die deutschen Standesämter dann doch nicht - das zeigt die Liste an Namen, die ohne Einschränkungen akzeptiert wurden. Und da fällt auf, wovon sich Eltern hierzulande inspirieren lassen: von Filmen, Musik, Obst und sogar dem Lieblingsdrink.

Tarzan, Winnetou, Fanta, Jazz, Cinderella-Melodie, Sunshine oder Camino Santiago Freigeist. Die Liste ist lang und die Kreativität scheinbar grenzenlos.

Vorname abgelehnt? Gabriele Rodríguez ist Ihre letzte Chance

Babybauch mit Namenszetteln beklebt
In Deutschland gibt es jedes Jahr rund 1.000 neue Vornamen.
© Franziska und Tom Werner Photogr

Pro Jahr gibt es in Deutschland etwa 1.000 neue Vornamen. Vor allem durch Migration steigt die Zahl an Namenswünschen. "Jasmin etwa ist ein persischer Name, der mittlerweile ganz normal als deutscher Name empfunden wird", erklärt Gabriele Rodríguez von der Namensberatungsstelle Leipzig.

Die Wissenschaftlerin erstellt offizielle Gutachten, wenn die kreativen Vorschläge mancher Eltern bei den Standesämtern zunächst abgelehnt werden. Wenn die Eltern dennoch an ihrem Namen festhalten wollen, ist Gabriele Rodríguez ihre letzte Chance. Wenn sie den Namen doch anerkennt, geben die Standesämter meistens nach. 

So darf in Deutschland kein Kind heißen

Doch viele Namen sind auch Rodríguez zu skurril: Bierstübl, Pfefferminze, Störenfried und Verleihnix hat sie unter anderem abgelehnt.

Auch die Lieblingshobbys der Eltern schaffen es oft nicht auf die Geburtsurkunde: Whisky, Porsche, Gucci und Borussia dürfen Kinder offiziell nicht genannt werden.

Im Video oben haben wir noch weitere skurrile Name zusammengestellt. Und welcher davon ist Ihr Favorit?