Blauwal vor Island getötet und geschlachtet – trotz Verbot

Es ist umstritten, grausam und verboten – und trotzdem haben sie es getan: Isländische Walfänger haben einen Blauwal getötet und geschlachtet. Das berichtet die US-Umweltschutzorganisation "Sea Shepherd". Blauwale sind vom Aussterben bedroht, sie zu töten ist streng verboten. Der empörende Vorfall ist der erste seit 40 Jahren.
Jagd auf Blauwale ist seit 1986 verboten
Ans Licht der Öffentlichkeit gelangte er, weil freiwillige Helfer der Umweltschützer Videos und Bilder davon machten, wie der Wal in die Fabrik der Firma "Hvalur" geschleppt und dort getötet und zerlegt wurde.
Blauwale sind die größten Tiere unseres Planeten. Sie werden bis zu 30 Meter lang und sind vom Aussterben bedroht. Weltweit gibt es Schätzungen zufolge nur noch 10.000 bis 25.000 Exemplare. Die Jagd auf die Tiere ist seit 1986 verboten.
Letztmals nachgewiesen wurde die Jagd auf einen Blauwal vor 40 Jahren, berichtet die Weltnaturschutzunion IUCN, eine internationale Nichtregierungsorganisation und Dachverband zahlreicher internationaler Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen mit Sitz in der Schweiz.



Industriell betriebener Walfang ließ in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Bestände großer Wale dramatisch schrumpfen. Viele Arten waren oder sind vom Aussterben bedroht.
Trotz zunehmender internationaler Kritik werden Wale immer noch bejagt, ihr Fleisch gilt in einigen Ländern wie Japan als Delikatesse. Walfang wird heute nur noch von wenigen Staaten betrieben.


