Corona oder doch das Geld?

Bizarre Olympia-Posse um Guineas Athleten

Tokio freut sich auf Guinea. Hoffentlich.
Tokio freut sich auf Guinea. Hoffentlich.
© dpa, Kiichiro Sato, nic

22. Juli 2021 - 22:50 Uhr

Gestern so, heute anders

Tja, was ist da nur passiert? Guinea will mit seinen fünf Athleten nun doch an den Olympischen Spiele teilnehmen. Nur einen Tag nach dem vermeintlichen Rückzug von den Wettbewerben aufgrund der Corona-Risiken teilte Sportminister Sanoussy Bantama Sow dies am Donnerstag mit.

"Garantien von den Gesundheitsbehörden erhalten"

"Die Regierung hat Garantien von den Gesundheitsbehörden erhalten und gibt nun ihre Zustimmung für die Teilnahme der Sportler", hieß es in dem Statement. Noch am Mittwoch hatte Sow in einem Brief an das Olympische Komitee Guineas die Absage "aufgrund des Wiederauflebens von COVID-19-Varianten" und aus Sorge um die Gesundheit der Athleten verkündet.

Ob dies der wahre Grund für die Rückzugspläne war, schien aber unklar. Eine der Regierung nahestehende Quelle berichtete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von finanziellen Problemen des armen westafrikanischen Landes. Auch nationale Medien spekulierten über nicht gezahlte Prämien.

Guinea, das bei elf Olympischen Spielen noch nie eine Medaille gewonnen hat, ist in Tokio damit durch Fatoumata Yarie Camara im Ringen, Mamadou Samba Bah im Judo, Fatoumata Lamarana Toure und Mamadou Tahirou Bah im Schwimmen sowie Aissata Deen Conte in der Leichtathletik vertreten. (tno/sid)

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