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"Bin in erster Linie stolzer Russe": Bayer Leverkusens Torwart Lunev mit pikanter Aussage zu Ukraine-Krieg

Anstatt klarer Kante gibt's Patriotismus für Russland

Russischer Bayer-Torwart Lunev veröffentlicht Post mit enormen Konfliktpotential

Andrey Lunev
Andrey Lunev
picture alliance

Auf dem Feld gehört Bayer Leverkusens Ersatztorhüter Andrey Lunev nicht zur ersten Reihe, doch mit einer neuerlichen Aussage zum Krieg in der Ukraine bugsiert sich der Russe auf zweifelhafte Weise ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Anstatt klar Stellung zu beziehen, sorgt der 30-Jährige für eine im aktuellen Zusammenhang kontroverse Aussage.

"Ich liebe mein Heimatland"

Auf seinem Instagram-Kanal gibt Lunev eine Erklärung ab, die allerdings eine Verurteilung der laufenden Invasion der Ukraine durch Russland vermissen lässt und stattdessen sein Heimatland in ein gutes Licht rückt: „Ich habe mich immer aus der Politik herausgehalten und werde diese Position auch weiterhin beibehalten. Ich möchte mich nicht zu den Geschehnissen in der Ukraine äußern. Aber ich bin in erster Linie ein Russe und stolz darauf. Ich liebe mein Heimatland.“ Das Bild auf seinem Post zeigt den Profi in einem Trikot der russischen Nationalmannschaft.

Im weiteren Verlauf kündigt der Torwart zudem an, Instagram fortan nicht mehr zu nutzen und stattdessen auf Telegram zu agieren. Hierbei handelt sich es um eine weitere soziale Plattform, in der im Vergleich zu Facebook und Co. allerdings die Grenzen des Erlaubten im Bezug auf Äußerungen quasi nicht existent sind, da die Betreiber kaum bis gar nicht eingreifen . Das macht Telegram vor allem für extremistisch eingestellte Gruppen zu einem attraktiven Spielfeld.

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Seoane: "Diese Weltbilder machen einen betroffen"

Klare Kante gegen Russland zeigt dafür Lunevs Trainer Gerardo Seoane, der sich am Samstag mitfühlend zeigt: „Wir alle sind sehr betroffen über die Situation. Der Sport und die Welt verurteilen den Krieg. Es muss dringend alles unternommen werden, um wieder auf einen diplomatischen Weg zu kommen. Es muss eine Lösung gefunden werden ohne Krieg.“

Die Meinungen zwischen ihm und seinem Schützling gehen hier also weit auseinander „Das ist selbstverständlich auch bei uns Trainern und den Spielern ein Thema.“, erklärt Seoane, der für die Diskussion aber Geheimhaltung versichert: Diese Weltbilder machen einen betroffen. Die Gespräche darüber bleiben aber privat.“ (lde)