Wegen erhöhter Gebühren

Billigflieger Ryanair gibt Basis in Frankfurt auf

Künftig ein eher seltener Anblick: Eine Ryanair-Maschine im Anflug auf den Rhein-Main-Airport. 

Foto: Andreas Arnold/dpa
Künftig ein eher seltener Anblick: Eine Ryanair-Maschine im Anflug auf den Rhein-Main-Airport. Foto: Andreas Arnold/dpa
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07. Januar 2022 - 12:38 Uhr

Ende März ist in Frankfurt Schluss

Europas größter Billigflieger Ryanair gibt seine Basis am Frankfurter Flughafen auf. Die dort stationierten Flugzeuge würden zum 31. März dieses Jahres auf kostengünstigere Flughäfen umverteilt, teilte das irische Unternehmen am Freitag mit.

Grund: Flughafen erhöht die Start- und Landegebühren

Ryanair zu Wachstumplänen 2017
2017 war Frankfurt noch hipp! Ryanair-Chef Michael O'Leary warb damals für Flüge ab Frankfurt. Ab Ende März 2022 ist die Zusammenarbeit wieder vorbei. Foto: Frank Rumpenhorst
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Als Grund nannte die Gesellschaft die zum Jahreswechsel erhöhten Start- und Landegebühren am größten deutschen Flughafen. Passagiere mit bereits gebuchten Tickets würden in den kommenden Tagen benachrichtigt und erhielten Rückerstattungen. Für die Crews biete Ryanair in seinem stark wachsenden Europa-Netz alternative Arbeitsplätze an.

Erst im März 2017 hatte Ryanair begonnen, Flüge am Rhein-Main-Airport anzubieten. Damals hatte der Flughafenbetreiber Fraport neue Airlines mit Preisnachlässen gelockt – unter dem Protest ortsansässiger Airlines wie Lufthansa und Condor.

Offenbar haben sich Ryanairs Wachstumspläne nicht erfüllt. Von bis zu 20 geplanten Flugverbindungen konnte das Unternehmen zuletzt nur fünf in Frankfurt anbieten, unter anderem nach Spanien und Portugal.

(dpa/mva)