Betrunkene krachte in ihren Wagen: Witwe lächelt so tapfer, obwohl sie ihr totes Baby in den Händen hält

23. September 2016 - 8:24 Uhr

"Ich bin noch da, um diesen Kampf für meinen Ehemann und Sohn zu kämpfen"

Vor gerade einmal einem Monat verlor Kristian Guerrero aus Texas ihren Ehemann Fabian Guerrero-Moreno. Eine betrunkene 21-Jährige war mit ihrem Auto in den Wagen des Paares gekracht. Kristian selbst kam mit einer Hirnblutung ins Krankenhaus, wo sie nach zwei Tagen ihr 19 Wochen altes Baby tot zur Welt bringen musste. Aus dem Krankenhaus postete sie ein Bild, das sie trotz allem mit einem Lächeln im Gesicht zeigt.

"Das bin ich. Endlich bin ich in der Lage, meinen Sohn zu halten", schreibt Kristian Guerrero auf Facebook zu einem Bild, das sie im Bett eines Krankenhauses zeigt. "Ich habe 24 Stunden künstliche Wehen hinter mir, nachdem ich einen Unfall überlebt habe, der meinen Mann und meinen Sohn umgebracht hat", fährt sie fort.

Eine 21-Jährige hatte sich in San Marco (Texas) betrunken ins Auto gesetzt. Sie fuhr über den Mittelstreifen der Fahrbahn und krachte frontal in das Auto von Kristian und ihrem Mann. Wie heftig der Aufprall gewesen sein muss, zeigt ein Foto des Wracks, das Kristian zusammen mit dem Bild von sich aus dem Krankenhaus postete. Die rechte Seite der Motorhaube ist nicht mehr vorhanden. Die Trümmer haben sich bis in die Windschutzscheibe gebohrt.

Es sind unglaubliche Qualen, die Kristian über sich ergehen lassen muss - körperlich und vor allem seelisch. Und trotzdem lächelt sie tapfer auf dem Bild, kurz nachdem sie ihren Sohn tot zur Welt bringen musste. Auf Instagram beschreibt sie ihre Gefühle in jenem Moment: "Es war für mich, als könnte ich deinen Vater noch einmal halten, als ich dich auf dem Arm hatte. Auch wenn ich nie sehen können werde, wie du aufwächst, weiß ich, dass du mit deinem Vater tolle Sachen erlebst. Ich weiß, dass du wunderschöne Engelsflügelchen hast und alles, worum ich dich bitte, ist, Mami ab und zu ein wenig aufzuheitern. Du sollst wissen, dass du mich und deinen Vater während der kurzen Zeit in meinem Bauch sehr glücklich gemacht hast."

Umso wichtiger ist es ihr, dem Tod der beiden von ihr so geliebten Menschen einen Sinn zu geben. Sie habe ihren Mann und ihren Sohn verloren, weil "es jemand okay fand, sich zu betrinken und dann zu fahren", schreibt sie zu dem Bild aus dem Krankenhaus. "Es ist nicht okay. Es IST aber okay, einen Freund vom Fahren abzuhalten. Es IST okay, jemandem den Schlüssel wegzunehmen, wenn er getrunken hat. Und es IST okay, jemanden anzurufen und nach einer Heimfahrt zu fragen, wenn man selbst etwas zu angetrunken ist. [...] Ich bin noch da, um diesen Kampf für meinen Ehemann und Sohn zu kämpfen. Und ich werde auf diese Gefahr aufmerksam machen und diese Geschichte erzählen, bis zu dem Tag meines Todes, weil ich hoffe, dass vielleicht jemand anderem dieser Schmerz erspart bleibt, mit dem ich jeden Tag fertig werden muss."

Kristian schließt mit den Worten: "Ich weigere mich, den Tod meines Ehemannes und meines Sohnes umsonst gewesen sein zu lassen."

Die betrunkene Fahrerin selbst hat überlebt. Sie muss sich jetzt wegen fahrlässiger Tötung und Trunkenheit am Steuer vor Gericht verantworten.