Datenklau und teure Abo-Fallen

Achtung vor gefälschten Rewe-Mails: Diese Nachrichten sofort löschen!

Rewe hat mit den vermeintlichen Gewinnspiel-Mails, die derzeit kursieren, nichts zu tun
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17. Februar 2021 - 15:44 Uhr

Abzocke mit vermeintlichen Rewe-Gewinnspielen

Ein Einkaufsgutschein über 750 Euro? Oder sogar ein neues iPhone? Klingt verlockend, doch mit diesen vermeintlichen Gewinnspielpreisen hat Rewe nichts zu tun, auch wenn die E-Mail in Ihrem Postfach täuschend echt aussieht. Deshalb gilt: Löschen statt Links öffnen – und auf keinen Fall Ihre Daten weitergeben!

Finger weg von diesen „Preisen“

Gefälschte Rewe-E-Mail
Auf diesen Preis hoffen Rewe-Kunden vergebens
© Screenshot RTL

Spam-Nachrichten im Namen seriöser Unternehmen sind leider immer wieder im Umlauf. Im Fall von Rewe werden User derzeit laut "verbraucherschutz.com" mit diesen vermeintlichen Gewinnen und Goodies gelockt:

  • 100 Euro Rewe-Gutschein
  • 250 Euro Rewe-Gutschein
  • 500 Euro Rewe-Gutschein
  • 750 Euro Rewe-Einkaufsgutschein
  • 750 Euro Geschenkkarte
  • Rewe-Meinungsumfrage mit Belohnung
  • Apple iPhone 11
  • Samsung Galaxy S10
  • MacBook Pro
  • iPad Pro

Das bekannte Logo und die typischen Farben sollen die Leser der E-Mails in die Irre führen, manchmal suggeriert sogar der Absender, dass die Nachricht offiziell von Rewe stammt. Dahinter stecken aber oft Drittanbieter, die für jeden Klick auf den Link Geld bekommen. In vielen Fällen gelangen Sie auf die Website von Datensammlern – ebenfalls im Rewe-Look. Hinter den Links kann sich auch Schadsoftware verstecken.

Fake-Gewinnspiele: Das kann bei Teilnahme passieren

Wer auf der Abzock-Seite seine Daten angibt, erteilt dem Gewinnspielveranstalter damit eine Werbeerlaubnis. Dieser darf infolge Ihre Daten für den Versand von Werbung per Post, E-Mail, SMS oder Telefon nutzen und Ihre persönlichen Informationen an andere Unternehmen verkaufen – es könnte also eine Menge Spam anfallen.

Auch ein Anruf, bei dem vorgetäuscht wird, dass der Teilnehmer kurz vor dem Hauptpreis steht, ist möglich. Dabei versuchen die Betrüger, Sie in eine Abo-Falle für Zeitschriften zu locken. Geben Sie deshalb auf keinen Fall Ihre Bankverbindung oder Kreditkartendaten an. Die gleiche Masche wird oft auch per Mail versucht: Angeblich müsse man nur die Versandkosten für den Preis zahlen – doch dahinter steckt die Bezahlung für eine Probemitgliedschaft, die sich schnell in monatliche Kosten um die 50 Euro verwandeln kann.

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Was kann ich gegen Abo-Fallen tun?

Sollten Sie schon in die Falle getappt sein, rät "verbraucherschutz.com" dazu, möglichst schnell Ihre Kreditkarte zu sperren und Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten. In manchen Bundesländern ist das online möglich. Außerdem sollten Sie versuchen, das Abo zu kündigen, wenn Sie sich noch an den Anbieter erinnern können, bei dem Sie Ihre Daten angegeben haben.

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