Technische Voraussetzungen wohl noch nicht vorhanden

Bericht: Bundesgesundheitsministerium stoppt Einführung des E-Rezepts

Bald soll das Smartphone genügen, um ein Rezept in der Apotheke einzulösen.
Bald soll das Smartphone genügen, um ein Rezept in der Apotheke einzulösen.
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20. Dezember 2021 - 18:19 Uhr

Rezepte gibt es wohl auch im neuen Jahr weiterhin auf Papier

Schluss mit Zettelwirtschaft nach dem Arztbesuch? Vorerst sieht es wohl nicht danach aus. Denn die eigentlich für den 1. Januar geplante Einführung des E-Rezepts soll vorerst gestoppt worden sein.

Technische Voraussetzung stehen noch nicht überall zur Verfügung

Wie "Apotheke Adhoc" berichtet, habe des Bundesgesundheitsministerium (BGM) am Montag in einem Schreiben an die zuständige Firma Gematik erklärt, dass die technischen Voraussetzungen für eine flächendeckende Einführung zum Jahresbeginn noch nicht gegeben seien. Stattdessen solle nun erst einmal weiter getestet werden.

"Anders als oftmals von den Akteuren kommuniziert", soll es laut "Apotheke Adhoc" in dem Schreiben des BMG heißen, stünden "die erforderlichen technischen Systeme noch nicht flächendeckend zur Verfügung". Diese sei jedoch eine Grundvoraussetzung für die verpflichtende Einführung.

Die von der Firma Gematik entwickelte App soll es Ärzten ermöglichen, elektronische Rezepte an Patienten zu senden. Diese können dann entweder von der Arztpraxis direkt an eine Apotheke übermittelt werden oder der Patient zeigt den Rezept-Code aus der App vor.

Seit dem 1. Dezember können Praxen und Apotheken in ganz Deutschland das neue System testen. Ursprünglich sollte dieser Test einen Monat andauern, nun wird er scheinbar verlängert. (dhe)