Tragischer Zugunfall bei Braunschweig

Mann will Hund retten, doch beide sterben

Für den Mann und seinen Hund kommt jede Hilfe zu spät. Foto: Jonas Walzberg/dpa/Symbolbild
Für den Mann und seinen Hund kommt jede Hilfe zu spät. Foto: Jonas Walzberg/dpa/Symbolbild
© deutsche presse agentur

18. Oktober 2021 - 8:31 Uhr

Hund läuft auf die Gleise

Es war ein ganz normaler Sonntagsspaziergang in Bechtsbüttel bei Braunschweig, der sich zu einem wahr gewordenen Albtraum entwickelt hat. Ein Mann und sein Hund sind von einem Zug überrollt und getötet worden. Die Frau des 56-jährigen Opfers war bei dem Unfall dabei, konnte aber nach Polizeiangaben nicht helfen.

Mann wollte seinen Hund retten

Das Tier soll sich losgerissen haben und auf Gleise gelaufen sein, wie eine Sprecherin der Polizei in Niedersachsen der Deutschen Presse-Agentur mitteilt. Der Hundehalter sei, ersten Erkenntnissen zufolge, seinem Hund hinterhergelaufen. Er habe sich ebenfalls ins Gleisbett begeben, um den Hund zu retten und wieder an die Leine zu nehmen. Scheinbar übersieht oder überschätzt er die schnell herannahende Regionalbahn auf der Fahrt von Braunschweig nach Gifhorn. Sie überrollt und tötet beide.

Die Ehefrau muss alles miterleben

Zuggleise
Der Mann und sein Hund konnten sich nicht mehr rechtzeitig von den Schienen retten. Foto: Federico Gambarini (Symbolbild)
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Die 55 Jahre alte Ehefrau sei bei dem Spaziergang dabei gewesen, konnte allerdings nach Polizeiangaben nicht mehr eingreifen. In dem Zug wurde nach ersten Angaben niemand verletzt. Für die Reisenden wurde nach dem Unfall ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, wie die Bundespolizei mitteilte. (dpa/kum)