Lisa Shaw (44) erlitt Hirnvenen-Thrombose nach AstraZeneca-Impfung

Radiomoderatorin stirbt nach Impfung - Familie: „Ein Lisa-förmiges Loch in unseren Leben“

Die englische Radiomoderatorin Lisa Shaw im Studio.
Die englische Radiomoderatorin Lisa Shaw im Studio.
© twitter.com/LisaShawRadio

29. Mai 2021 - 9:50 Uhr

Britische Radiomoderatorin Lisa Shaw wurde nur 44 Jahre alt

England trauert um die Radiomoderatorin Lisa Shaw (44), die nach einer Corona-Impfung mit AstraZeneca an einer Hirnvenen-Thrombose am 21. Mai verstorben ist. Sie hinterlässt einen Ehemann und zwei Söhne, wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet. Die Angehörigen der Verstorbenen haben ein bewegendes Statement abgegeben, aus dem Auszüge von der BBC veröffentlicht wurden.

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Familie von Lisa Shaw: „Wir werden sie immer lieben und vermissen"

"Tragischerweise starb sie, umgeben von ihrer Familie, am Freitagnachmittag. Wir sind am Boden zerstört und nun ist da ein Lisa-förmiges Loch in unseren Leben, das nie wieder geschlossen werden kann. Wir werden sie immer lieben und vermissen." Die Familie bedankt sich für die allgemeine Anteilnahme, bittet aber darum, die Privatsphäre zu respektieren: "Es war ein großer Trost, wie sehr sie von denen geliebt wurde, deren Leben sie berührt hat und wir bitten in dieser Zeit um Privatsphäre, um als Familie trauern zu können."

Untersuchung soll klären, ob Todesfall mit AstraZeneca Impfung zusammenhängt

Eine provisorische Sterbeurkunde nennt die AstraZeneca-Impfung als eine der möglichen Ursachen, wie die BBC berichtet. Demnach würde nun eine Untersuchung erfolgen und "Komplikationen nach AstraZeneca-Impfung gegen Covid-19" würden dabei als Todesursache in Betracht gezogen. Erst nach dieser Untersuchung könne der Grund für den Tod offiziell benannt werden. Die BBC erklärt, dass bei Lisa Shaw keine Gesundheitsprobleme bekannt gewesen wären.

Nach AstraZeneca-Impfungen kam es nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) allgemein zu einer auffällige Häufung sogenannter Sinusvenenthrombosen in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen. Allerdings wäre diese Nebenwirkung extrem selten.

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