Bakterielle Infektion durch Haarentfernung

Billig-Waxing verätzte Frau die Stirn

© Heute.at, Credit: privat

26. Juni 2019 - 15:57 Uhr

OMG! Diese Beauty-Behandlung ging mächtig schief

Diese Geschichte ist ein wahrgewordener Beauty-Albtraum. Eine 21-jährige Wienerin wollte sich lediglich die Augenbrauen mit Heißwachs behandeln lassen. Die Folge: eine schwere bakterielle Infektion auf der Stirn.

Rote Pusteln und Blasen auf der Stirn

Die Bilder tun schon beim Ansehen weh: eine Stirn über und über voll mit kleinen roten Bläschen und Pusteln. Die Folgen einer vermeintlich harmlosen Waxing-Behandlung, wie die 21-jährige Wienerin dem österreichischen Portal "heute.at" erzählte. 

Alles hatte ganz harmlos angefangen: eine Bekannte ihrer Tante bot der jungen Frau an, ihr für wenig Geld die Augenbrauen zu wachsen. Dabei werden die störenden Haare mit Heißwachs entfernt. Die Behandlung verlief problemlos, doch das böse Erwachen kam am nächsten Morgen: "Meine Stirn war völlig rot. Es haben sich Bläschen gebildet und es hat sich so angefühlt, als hätte mir die Kosmetikerin die Haut abgezogen.", erzählte die Wienerin der Tageszeitung. 

Die 21-Jährige eilte zum Arzt. Die erschreckende Diagnose: es handelte sich nicht, wie vielleicht naheliegend, um eine allergische Reaktion. Vielmehr war das Wachs Schuld, mit dem die Bekannte ihrer Tante die junge Frau behandelt hatte. "Der Arzt erklärte mir, dass das Wachs dreckig gewesen sei und sich Bakterien in meine Stirn gefressen hätten."

Nur eine Profi-Behandlung konnte ihr helfen

Die offenen Wunden der Wienerin mussten mit Antibiotika und Salbe behandelt werden. Aber nicht nur das: "Ich durfte wochenlang nicht in die Sonne und musste mit einer Kappe herumlaufen." Und der Schönheitspfusch bliebt nicht folgenlos: Um ihre dauerhaft angegriffene Haut zu retten, musste sich die 21-Jährige im Nachhinein noch einer Profi-Behandlung unterziehen.

Wie kann ich mich schützen?

Beauty-Treatments wie Waxing, Micro-Blading oder Nagelmodellage boomen. Das Problem: immer mehr Billig-Studios mit zweifelhaften Kenntnissen wachsen wie Pilze aus der Erde. Oftmals haben die vermeintlichen Beauty-Studios nicht einmal einen Gewerbeschein. Stiftung Warentest hat zusammengefasst, woran Sie ein gutes Kosmetikstudio erkennen können:

Professionelles Interesse:
Die Kosmetikerin sollte Sie unbedingt im Vorfeld nach möglichen Allergien oder Krankheiten (beispielsweise Bluter- oder Zuckerkrankheit) befragen. Nur so kann sie in der Behandlung darauf eingehen und Risiken vermeiden.

Hygiene ist das A und O:  
Benutzte Instrumente, insbesondere das Milienskalpell, gehören in den Sterilisator oder in ein Desinfektionsbad. Zigaretten, Lebensmittel und Getränke haben absolut nichts in der Kabine zu suchen.

Seriöse Preise:
Im Salon sollten Preislisten aushängen, die gut verständlich sind. Auf mögliche Zusatzkosten muss die Kosmetikerin vor der Behandlung hinweisen.

Reklamation ist eine Selbstverständlichkeit:
Eine gute Kosmetikerin bietet bei Problemen eine kostenlose Nachbehandlung an. Unverträgliche Produkte sollten zurück genommen werden.

Im Video: Frau hat plötzlich vier Augenbrauen

Und noch ein weiterer Beauty-Horror: Weil beim Microblading etwas schief lief, hatte diese Frau aus den USA plötzlich vier Augenbrauen. Wie sie sich damit fühlte und worauf Sie beim Microblading achten sollten, damit Ihnen so etwas nicht passiert, zeigen wir im Video.