Seit über zwei Wochen untergetaucht

Polizei jagt "Beast"-Kriminellen - der macht sich über seine Verfolger lustig

Vor einigen Tagen änderte der mit Haftbefehl gesuchte Jaimes Sutton sein Profilbild bei Facebook (zu sehen rechts). Es scheint, als wolle er die Polizei verspotten, die ihn seit über zwei Wochen jagt.
Vor einigen Tagen änderte der mit Haftbefehl gesuchte Jaimes Sutton sein Profilbild bei Facebook (zu sehen rechts). Es scheint, als wolle er die Polizei verspotten, die ihn seit über zwei Wochen jagt.
Facebook/Jaimes Sutto

Den Kerl schnappt die Polizei sicher schnell – sollte man meinen. In Wahrheit jagen australische Ermittler den gesuchten Jaimes Sutton bereits seit über zwei Wochen und müssen deshalb in den sozialen Medien reichlich Häme einstecken. Offenbar auch von Sutton selbst.

Australien: Der vorbestrafte Jaimes Sutton ist auf der Flucht

Am 28. September setzte die Polizei im australischen Bundesstaat Victoria einen Fahndungsaufruf bei Facebook ab, der mit reichlich Spott und Sarkasmus quittiert wurde. "Der Polizeibezirk Murray River bittet um Unterstützung bei der Suche nach Jaimes Sutton, der sich häufig in der Gegend von Deniliquin an der Grenze zwischen VIC und NSW (Victoria und New South Wales, Anm. d. Red.) aufhält", schrieb die Behörde in dem nüchternen Post unter einem finsteren Fahndungsfoto.

Mit jedem Tag, den die Suche andauert, wundern sich immer mehr Menschen darüber, wie der Mann mit dem auffälligen „Beast“-Tattoo auf der Stirn dermaßen lange untertauchen kann. Eine Quelle bei der Polizei habe der australischen „DailyMail“ bestätigt, man habe zwar viele Hinweise erhalten – „aber nichts, was für uns sehr nützlich war".

Tätowierter Straftäter macht sich über die Polizei lustig

Eigentlich sollte Jaimes Sutton Anfang des Monats vor Gericht in Deniliquin (New South Wales) erscheinen, nachdem er wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung auf Kaution entlassen worden war. Doch die Anklagebank blieb leer. Statt sich zu stellen, macht sich der vorbestrafte 24-Jährige in seinem Versteck offenbar über die Polizei lustig. Vor einigen Tagen jedenfalls hat er sein Facebook-Profilbild geändert. Es zeigt nun sein Gesicht, das ab der Nase abwärts von einem schwarzen Schal bedeckt wird.

Bei so viel Übermut ist es vermutlich nur noch eine Frage der Zeit, bis die Worte, die sich Sutton einst auf die Finger tätowieren ließ, in Erfüllung gehen. Auf seinen Knöcheln steht Medienberichten zufolge: „Game Over“. (cwa)