Australien: 64-Jähriger lebte drei Jahrzehnte unerkannt in Freiheit

Entflohener Häftling stellt sich nach 30 Jahren der Polizei

Ein Polizeifoto von Darko D. aus dem Jahr 1992.
Ein Polizeifoto von Darko D. aus dem Jahr 1992.

16. September 2021 - 12:57 Uhr

Gericht lehnt Freilassung auf Kaution ab

Nach 30 Jahren in Freiheit hat sich ein entflohener Häftling in Australien der Polizei gestellt. Warum? Völlig unklar. Obwohl das Verbrechen des 64-Jährigen so lange zurückliegt und kein Kapitalverbrechen war, wurde eine Kaution abgelehnt.

Dreieinhalb Jahre Haft - nach einem Jahr haut er ab

Der Mann war 1992 mithilfe einer Säge und eines Bolzenschneiders aus einem Gefängnis in Grafton im Nordosten des Bundesstaates New South Wales ausgebrochen. Die Suche nach ihm blieb erfolglos. Vergangenen Sonntag meldete er sich überraschend bei den Behörden in Dee Why im Norden von Sydney, teilte die Polizei mit. Was ihn dazu bewog, sich nach fast drei Jahrzehnten zu ergeben, weiß er allein.

Der damals 35-Jährige war wegen des Anbaus einer verbotenen Pflanze in zwei Fällen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Nach gut einem Jahr türmte er aus der Haftanstalt.

Seither soll er lokalen Medienberichten zufolge in einem Vorort von Sydney gelebt haben. Jetzt wird ihm Flucht aus der rechtmäßigen Haft vorgeworfen.

Ein Gericht lehnte eine Freilassung auf Kaution für den Mann ab. Am 28. September soll er erneut vor Gericht erscheinen. (dpa, uvo)