2016 M09 1 - 17:10 Uhr

Ausbildungsplatz – So gelingt der Start ins Berufsleben

Das neue Ausbildungsjahr startet und das beginnt direkt mit beunruhigenden Neuigkeiten. Denn nach einer aktuellen Studie des 'Deutschen Gewerkschaftsbunds' ist die Hälfte aller Lehrlinge überfordert und hat psychische Probleme. Wie Sie sich jetzt als Eltern richtig verhalten und wie Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn optimal auf dem Weg in den ersten richtigen Job begleiten - wir verraten es Ihnen

Eltern spielen eine wichtige Rolle

Schwierigkeiten in der Schule, unmotiviert, orientierungslos? Viele Jugendliche tun sich in diesem Lebensabschnitt besonders schwer. Mit dem Lernen klappt es nicht so richtig und welchen Beruf sie später einmal ergreifen wollen, ist ihnen auch nicht klar. Eltern kommt genau dann eine besonders wichtige Rolle zu. Sie müssen ihre Kinder jetzt an die Hand nehmen, wenn es sein muss sogar buchstäblich.

Bewerbungscoach Britta Kiwit hat für Eltern Tipps, wie sie ihre Kinder bei der Jobsuche unterstützen können. Zunächst rät die Expertin, sich in die Situation des eigenen Kindes hinein zu versetzen. Sich klar zu machen, dass wir alle einmal an dieser schwierigen Stelle auf dem Lebensweg standen. Eine Ausbildung zu beginnen, ist kein leichter Schritt. Deshalb ist es umso wichtiger, ein starker Rückhalt für das Kind zu sein. Eltern sollten immer für ihre Sprösslinge da sein, egal wie verrückt die Fragen, die den Jobneulingen in den Kopf kommen auch sind, haben Sie als Eltern immer ein offenes Ohr dafür.

Konkret kann das dann bedeuten: Die Teilnahme an einem Schnuppertag, den viele Betriebe anbieten, wahrzunehmen. Nutzen Sie die Chance, motivieren Sie Ihren Sohn oder Ihre Tochter. So können die Jugendlichen schnell erkennen, woran sie Spaß haben und woran eventuell auch nicht – denn auch das bringt sie weiter. Erklären Sie das Ihren Kindern. Setzen Sie sich zusammen an den Schreibtisch und recherchieren Sie, was in den unterschiedlichen Berufen gelehrt wird. Damit die Jugendlichen wissen, was auf Sie zukommt und ob dieser Beruf wirklich ihren Erwartungen entspricht.

Doch nehmen Sie Ihren Kindern auch die Angst vor einem Ausbildungsabbruch. Die ersten drei Monate sind in vielen Fälle als Probezeit angelegt. Wenn Ihr Kind merkt, dass der Ausbildungsberuf nichts ist, ist ein Wechsel durchaus möglich. Stärken Sie Ihrem Kind dann besonders den Rücken.

Britta Kiwit gibt den Tipp: "Damit es nicht einen schlechten Eindruck macht, wenn man eine Ausbildung abbricht, ist es wichtig, das gut zu verpacken. Dem Personaler zu erklären, wie es dazu kam, warum man sich dagegen entschieden hat und auch im Anschreiben zu betonen, dass man hoch motiviert ist und sich freut, eine neue Ausbildung beginnen zu dürfen."