Ausbildungsjahr 2021

Der etwas andere Traumjob - Lea (19) wird Bestatterin

04. August 2021 - 11:43 Uhr

Karrierechancen für den Nachwuchs

Lea ist ziemlich happy. Denn sie macht gerade ihre Ausbildung in ihrem persönlichen Traumjob: Die 19-Jährige wird Bestatterin. Auch wenn die meisten Schulabgänger andere Berufsbilder wie Bankangestellter oder Kauffrau bevorzugen, gibt es gerade im Handwerk nicht nur offene Azubiplätze, sondern echte Karrierechancen. Im Video erklärt Lea, wie sie darauf gekommen ist, eine Ausbildung als Bestatterin zu beginnen.

Fachkräftebedarf steigt weiter

In vielen Berufen werden noch Azubis gesucht, vor allem im Handwerk, in Gesundheitsberufen und im Verkehrsbereich. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte, gibt es in diesen Bereichen einen Zuwachs an Lehrstellen. Im Handwerk gebe es "dringenden Fachkräftebedarf und sehr guten Karrierechancen", bestätigt Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger.

Aus der Tourismus-Branche, der Gastronomie oder im Friseurhandwerk dagegen, wo die Corona-Krise besonders deutliche Spuren hinterlassen hat, werden dagegen weniger Stellen gemeldet. Auch Steuerberatungsfirmen oder Banken haben nach BA-Angaben einen gesunkenen Nachwuchsbedarf.

Insgesamt schrumpft der Ausbildungsmarkt in Deutschland weiter. Mit 385.000 jungen Leuten haben sich bundesweit bisher 32.000 weniger als vor einem Jahr um eine Lehrstelle beworben. Demgegenüber haben die Ausbildungsbetriebe 468.000 freie Lehrstellen gemeldet. Trotz des deutlichen Überhangs sind noch 158.000 junge Frauen und Männer nicht mit einer Lehrstelle versorgt - obwohl es eigentlich mehr als genug Ausbildungsplätze gibt. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sprach von einem "Warnzeichen". "Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte für den wirtschaftlichen Aufschwung nach der Corona-Pandemie", so die Ministerin. (dpa/aze)