Melanie Trump wegen Pandemie besorgter als ihr Ehemann

 Auch Trumps Sohn Barron war mit Corona infiziert

Melania Trump schildert Corona-Infektion
© dpa, Julio Cortez, JDA PMM jai pat

15. Oktober 2020 - 10:27 Uhr

"Zum Glück ist er ein starker Teenager"

Melania Trump spricht über die Corona-Infektion von Sohn Barron, der inzwischen wieder negativ getestet wurde. Die First Lady erzählt auch über ihre eigene Genesung uns war infiziert und schlägt andere Töne an als der US-Präsident.

Melania Trump: "Natürlich habe ich sofort an unseren Sohn gedacht"

FILE - In this Aug. 16, 2020 file photo, President Donald Trump, right, and his son Barron Trump wave from the top of the steps to Air Force One at Morristown Municipal Airport in Morristown, N.J.  (AP Photo/Susan Walsh)
Donald Trump mit Sohn Barron Trump
© AP, Susan Walsh, SAW

Zwei Wochen nach dem Positivtest von US-Präsident Donald Trump wurde jetzt bekannt, dass sich neben ihm nicht nur seine Frau Melania, sondern auch sein 14-jähriger Sohn Barron mit Corona infiziert hatte. Das teilte die First Lady am Mittwoch mit. Eine Überraschung, dennoch nicht wirklich erstaunlich. Es zeigt einmal mehr, wie ansteckend das Virus ist, wenn es erst einmal in einem Haushalt nachgewiesen wurde. 
 
Melania Trump erklärte, dass Barron jedoch nach der Infektion kein Symptome gezeigt habe und inzwischen auch wieder negativ getestet worden sei. Nachdem Donald Trump und auch sie selbst positiv getestet worden waren, war sie extrem besorgt. "Natürlich habe ich sofort an unseren Sohn gedacht", erklärte sie. Ein erster Test sei jedoch negativ ausgefallen. 
"Wie so viele Eltern in den vergangenen Monaten konnte ich auch ich nicht anders als zu denken: Was ist mit morgen oder übermorgen? Meine Befürchtung erfüllte sich, als er erneut getestet wurde und der Test positiv ausfiel", erklärte Melania. Genauere Angaben, wann der Barron zunächst negativ und dann doch positiv getestet wurde, machte die Präsidentengattin nicht. Er habe das jedoch alles sehr gut gemeistert: "Zum Glück ist er ein starker Teenager."

Trump-Gattin wieder negativ auf Corona getestet

Rückwirkend ist es erstaunlich, dass nach der Erkrankung des Präsidentin die First Lady, die ja ebenfalls mit Covid-19 infiziert war, in der Berichterstattung völlig in den Hintergrund rückte und auch niemand nach dem 14-jährigen Barron fragte. 
 
Melania Trump ist nach eigenen Angaben inzwischen ebenfalls wieder negativ getestet worden und wolle ihre Aufgaben als First Lady bald wieder aufnehmen. Die 50-jährige erklärte, dass bei ihr während der Infektionsphase "minimale Symptome" diagnostiziert wurden. Die  seien jedoch alle zeitgleich aufgetreten: "Es erschien in den folgenden Tagen wie eine Achterbahn…Ich hatte Gliederschmerzen, Husten und Kopfschmerzen, und ich habe mich die meiste Zeit extrem müde gefühlt." Sie habe auf einen "natürlicheren Weg bei Medikamenten" gesetzt und sich für Vitamine und gesundes Essen entschieden.

„Wenn Sie krank sind oder wenn Sie einen geliebten Menschen haben, der krank ist, denke ich an Sie"

Die Äußerungen der First Lady zeigen, dass sie - ganz anders als der Präsident - das Virus ernst nimmt und Mitgefühl mit den Betroffenen zum Ausdruck bringt. "Wenn Sie krank sind oder wenn Sie einen geliebten Menschen haben, der krank ist, denke ich an Sie und werde jeden Tag an Sie denken", schrieb Melania.
 
Ihr Ehemann Donald spielt Corona indes weiter herunter und lässt seit seiner Entlassung aus dem Krankenhaus keine Gelegenheit aus, um Stärke zu demonstrieren. Er rief die Amerikaner auf, "keine Angst vor Covid" zu haben und ist sicher, völlig gesund und nicht mehr ansteckend zu sein. Und zur Infektion seines Sohne sagte Donald Trump: "Er hatte es für so eine kurze Zeit. Ich denke nicht einmal, dass er wusste, dass er es hatte."

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