Doch keine Armbrust!

Mehre Tote bei Oslo-Attentat: Deshalb hält die Polizei die wahre Mordwaffe geheim

Nach einem Amoklauf in Norwegen gab es mehrere Tote.
Nach einem Amoklauf in Norwegen gab es mehrere Tote.
© dpa, Terje Bendiksby, pte nwi

19. Oktober 2021 - 14:15 Uhr

Amoklauf in Norwegen: Pfeil und Bogen sollen nicht die Mordwaffen sein

Norwegen: Mit Pfeil und Bogen hieß es, habe der Amokläufer in Kongsberg (Norwegen) seine Opfer abgeschossen und getötet. Jetzt aber werden Details bekannt, die eine andere Waffe als Mordwaffe vermuten lassen, die Polizei hält diese Informationen aber bewusst geheim.

Polizeiinspektor hält Tatwaffe aus gutem Grund geheim

Menschen in Kongsberg, Norwegen trauern um die Todesopfer.
Amokläufer tötet fünf Menschen.
© imago images/TT, TÄRNHUVUD ANNA/Aftonbladet via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Ein Attentat mit Pfeil und Bogen, das hat es in Norwegen noch nie gegeben – die Menschen sind schockiert. In einem RTL-Interview erklärte der Präsident des Deutschen Bogensport-Verbandes Karl Jungblut bereits kurz nach der Tat, wie schwierig es sei, auf diese Weise tatsächlich Menschen zu töten.

Jetzt wurde bekannt, dass der Amokläufer andere spitze Gegenstände verwendet haben muss, um die Opfer aus nächster Nähe zu erstechen. Doch um welche es sich handelt, gibt die Polizei nicht preis. Polizeiinspektor Per Thomas Omholt sagte vor Medienvertretern: Bei seinen Angriffen habe der Täter "irgendwann Pfeil und Bogen weggeworfen oder verloren". In einer Straße habe der Däne offenbar wahllos fünf Menschen erstochen – die einen draußen im Freien, die anderen in ihren eigenen vier Wänden, darunter auch eine 52-jährige Deutsche. Um Zeugen nicht zu beeinflussen, ließ Omholt es offen, um was für Stichwaffen es sich handelte.

Der Täter hat noch am Tag der Festnahme gestanden, in Kongsberg fünf Menschen getötet und drei weitere verletzt zu haben. Die Ermittler gehen außerdem inzwischen davon aus, dass der Täter in erster Linie psychische Probleme hat. Die Annahme, er habe sich radikalisiert, nachdem er zum Islam konvertiert, sei "abgeschwächt". (dpa/mca)