Österreichische Prinzessin stirbt an Blutgerinnsel

Aneurysma: Symptome und Behandlung

Mit der Ultraschall-Untersuchung lässt sich ein Aneurysma erkennen.
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13. Mai 2020 - 9:39 Uhr

Was ist ein Aneurysma?

Maria Singh, wie die österreichische Prinzessin Maria Galitzine nach ihrer Hochzeit hieß, verstarb bereits Anfang Mai an einem Aneurysma. Die Tochter von Erzherzogin Maria Anna von Österreich (66) und ihrem Mann Prinz Piotr Galitzine (65) gehörte zu den Nachkommen des letzten österreichischen Kaisers. Laut Bunte bestätigten die Eltern den Tod ihrer Tochter. Aber wie entsteht ein Aneurysma? Was sind die typischen Symptome? Und welches ist die richtige Behandlungsmethode?

Was ist ein Aneurysma?

Viele Menschen haben den Begriff Aneurysma schon einmal gehört, aber die wenigsten wissen, was genau sich dahinter verbirgt. Ein Aneurysma ist eine sackartige Gefäßerweiterung einer Arterie. Ursache dafür ist eine angeborene Schwäche der Zellen der Gefäßinnenwand. Da eine solche Ausbuchtung der Arterie nicht über die normale Muskelschicht der Arterienwand verfügt, stellt sie eine Schwachstelle der entsprechenden Arterie dar. Daher besteht die Gefahr, dass das Aneurysma reißt.

Die Größe der Aneurysmen liegt zwischen 5 und 30 Millimetern. Bei etwa einem Fünftel der Betroffenen bildet sich mehr als ein Aneurysma. Bei größeren Aneurysmen, etwa ab 10 Millimetern, ist die Gefahr, dass die Gefäßwand aufreißt, größer als bei kleineren Aneurysmen. Besonders riskant sind Aneurysmen in herznahen Blutgefäßen oder auch im Gehirn. Wenn sie reißen, können sie zu lebensbedrohlichen inneren Blutungen führen.

Was sind die Ursachen?

Aneurysmen treten meist bei älteren Menschen auf. Als Risikofaktoren und häufigste Ursache gelten Bluthochdruck und Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Seltener können aber auch Infektionen der Auslöser sein. Dazu zählen so unterschiedliche Erkrankungen wie Grippe, rheumatisches Fieber oder Eiterherde im Körper. Denn Infektionen und

Entzündungen an der Arterie können eine Erweiterung der Gefäße nach sich ziehen. Aneurysmen können familiär gehäuft auftreten.

Aneurysmen der Herzwand entstehen in der Regel durch Herzinfarkte. Aber auch Parasiten-Erkrankungen, wie beispielsweise die Chagas-Krankheit, kann zur Zerstörung der Herzmuskelzellen führen, in deren Folge ein Aneurysma enstehen kann.

  • Als frühes Zeichen für ein Aneurysma treten oft wiederkehrende Kopf- und Gesichtsschmerzen auf, die sich auf einen begrenzten Bereich beschränken. Wenn das Aneurysma noch nicht geplatzt ist, kann es durch seine Größe auf Hirnnerven drücken. Dabei kommt es insbesondere zu Seheinschränkungen, Augenmuskellähmungen, Sehen von Doppelbildern und Gesichtsfeldausfällen.

Wie kann ein Aneurysma diagnostiziert werden?

Häufig werden Aneurysmen bei Routine-Untersuchungen entdeckt
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Vielfach werden Aneurysmen zufällig im Rahmen einer Routine-Untersuchung diagnostiziert. Das liegt daran, dass in vielen Fällen keine Beschwerden bestehen, die den Betroffenen dazu veranlassen, einen Arzt aufzusuchen. Bei entsprechenden Symptomen kann das Vorliegen eines Aneurysmas aber auch gezielt untersucht werden. Der direkte Nachweis eines Aneurysmas mit Hilfe eines Computertomogramms gelingt nur, wenn das Aneurysma sehr groß ist. Deshalb wird häufiger eine Magnetresonanztomographie (MRT) angewandt. Dieses Verfahren ist empfindlicher und kann auch kleinere Aneurysmen darstellen.

Was ist die richtige Therapie?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Aneurysma zu behandeln: Hat ein Aortenaneurysma einen kleinen Durchmesser oder ist ein mögliches Operationsrisiko zu hoch, kann der Arzt das Aneurysma konservativ (also ohne Operation) behandeln.

Bei einem großen Durchmesser und wenn die Gefahr besteht, dass es sich vergrößert, muss ein Aneurysma operativ behandelt werden. Hierbei ersetzt der Chirurg den erweiterten Gefäßabschnitt durch eine Gefäßprothese.

Für die Behandlung von Aneurysmen der Hirngefäße stehen zwei verschiedene operative Eingriffe zur Verfügung, das Clipping und die Platin-Coils. Eine andere Möglichkeit, ein Aneurysma sicher "auszuschalten", gibt es nicht. Ziel einer Operation ist es, die Gefäßaussackung aus dem Blutkreislauf herauszunehmen.

Die herkömmliche Methode einer Operation bestand darin, bei einer offenen Gehirnoperation auf den Hals des Aneurysmas einen Clip auszusetzen, der den Blutzustrom in die Aussackung vollständig unterbindet. Dieser Clip funktioniert ungefähr so wie eine Klammer und ist, wenn es gelingt, die richtige Stelle am Hals des Aneurysmas zu treffen, eine sichere Methode, ein Aneurysma auszuschalten.​

Kann man Aneurysmen vorbeugen?

​Einem Aneurysma können Sie nur bedingt vorbeugen. Da Rauchen das Risiko einer Arteriosklerose erhöht und zu viel Alkohol den Blutdruck steigen lässt, sollten Sie auf Nikotin und Alkohol nach Möglichkeit verzichten. Auch Übergewicht und zu hohe Blutfettwerte bergen ein Risiko.

Generell trägt aber ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichend körperlicher Bewegung dazu bei, Gefäßerkrankungen wie ein Aneurysma zu verhindern. Zudem sollten Sie Bluthochdruck rechtzeitig behandeln.