Teile des Gehirns fehlten

Mutter bringt todgeweihtes Baby zur Welt, um seine Organe zu spenden

14. Januar 2019 - 12:55 Uhr

Ärzte überlassen Krysta die Entscheidung

Ihr Baby hat keine Chance, zu überleben – die niederschmetternde Diagnose erreicht Krysta Davis in der 18. Schwangerschaftswoche. Die Ärzte stellen die 23-Jährige laut "Mirror" vor die Wahl, direkt die Wehen auszulösen oder die Schwangerschaft fortzusetzen. Mit der Prognose, dass das Kind entweder schon im Mutterleib oder Tage nach der Geburt sterben wird. Krysta entscheidet sich gegen einen Abbruch. Damit rettet sie zwei anderen Babys das Leben.

Bei einer Anenzephalie fehlen Teile des Gehirns

Als die Ärzte beim Ungeborenen eine Anenzephalie feststellen, ist für Krysta Davis (23) und Derek Lovett (26) nichts mehr, wie es war. Kindern, die unter dieser schweren Fehlbildung leiden, fehlen Teile ihres Gehirns. Sie sterben meist wenige Tage nach der Geburt. Aber die Ärzte erklären den werdenden Eltern auch, dass viele andere Kinder nur dann überleben können, wenn sie dringend benötigte Organe bekommen. Und so entscheidet sich das Paar aus Cleveland im US-Bundesstaat Tennessee, die Schwangerschaft fortzusetzen.

Zwei andere Babys überleben dank der Organspende

An Heiligabend kommt die kleine Rylei mit einem Gewicht von sechs Pfund zur Welt und überlebt eine Woche. Sie stirbt Silvester in den Armen ihrer Eltern. Weil ihre Herzklappen gespendet werden, bekommen zwei andere Babys ein neues Leben geschenkt.

Fotografin Clarissa Tilley (27) hat 50 Stunden mit Rylei verbracht und ihr kurzes Leben festgehalten. Die berührenden Bilder zeigt unser Video.