Häufiger Husten und mehr Müdigkeit

Andere Symptome bei britischer Corona-Mutation

Die Symptome der britischen Corona-Mutation unterscheiden sich in der Häufigkeit des Auftretens von der ursprünglichen Variante
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20. Februar 2021 - 10:44 Uhr

Mehr Husten, aber weniger Geschmacksverlust

Die Symptome der britischen Corona-Mutation unterscheiden sich in der Häufigkeit des Auftretens von denen der ursprünglichen Variante. Das hat das Amt für nationale Statistiken in Großbritannien mitgeteilt. Demnach würden Menschen mit der britischen Variante häufiger an Husten, Halsschmerzen, Müdigkeit und Muskelschmerzen leiden. Geschmacks- und Geruchsverlust kommen dagegen seltener vor. Arzt und Medizinjournalist Dr. med. Christoph Specht schätzt ein, ob wir mit diesen Studien-Ergebnissen selbst herleiten können, mit welcher Corona-Variante jemand infiziert ist.

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Dr. Specht: "Hinweis, aber kein Beweis."

RTL-Medizinexperte Dr. Specht
RTL-Medizinexperte Dr. Specht schätzt die Ergebnisse aus Großbritannien ein
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Wenn in Deutschland zur Zeit jemand seinen Geruchs- und Geschmackssinn vermisse, deute einiges auf eine Corona-Infektion hin, so Dr. med. Christoph Specht im Gespräch mit RTL. Für die britische Variante scheint das aber nicht zu gelten: Geruchs- und Geschmacksverlust kommen dabei deutlich seltener vor. Das zumindest geht aus den Angaben des Amts für nationale Statistiken hervor. Die typischen Erkennungssymptome verschieben sich nämlich demnach und Husten und Abgeschlagenheit zeichnen sich als häufigste Symptome der britischen Mutation ab.

Unterschiede für selbstständige Unterscheidung zu gering

Leidet man verstärkt daran und kann sich sein Essen ganz normal schmecken lassen, sei es laut Specht ein Hinweis, dass man sich mit der britischen Variante infiziert hat – aber eben kein Beweis. Schließlich treten die genannten Symptome bei beiden Varianten auf – nur eben unterschiedlich oft. Sind Sie Corona-positiv können Sie also nicht selbst feststellen, mit welcher Variante Sie sich infiziert haben.

"Hätte ich jetzt Geruchsverlust, würde einiges dafür sprechen, dass ich die klassische Variante habe, man kann aber nicht ausschließen, dass es doch die britische Mutation ist. Und umgekehrt. Dafür sind die Unterschiede doch zu gering", so Dr. Specht.

Zu früh für Aussagen zur Tödlichkeit

Die Einschätzung einer bis zu 70 Prozent höheren Sterblichkeit beruht auf der Auswertung mehrerer Studien. Allerdings betonen Forscher auch, das noch umfangreichere Studien durchgeführt werden müssen.

Auch Dr. Specht hält es für zu früh, sagen zu können, ob die britische Mutation tödlicher ist oder nicht. In Studien dazu gebe es eine große Streubreite.