Am Ende hatte der Verletzte nur noch zwei Schuss Munition

Alaska: Bär verfolgt Mann eine Woche lang in der Wildnis

In Alaska wurde ein Mann aus einer Hütte gerettet, der tagelang von einem Bären bedroht wurde.
In Alaska wurde ein Mann aus einer Hütte gerettet, der tagelang von einem Bären bedroht wurde.
© U.S. Coast Guard District 17

23. Juli 2021 - 20:03 Uhr

Mann wird mit Verletzungen an Bein und Oberkörper gerettet

Es klingt nach dem Stoff, aus dem Hollywood-Blockbuster gemacht sind. Mitten in der Wildnis im US-Bundesstaat Alaska wird ein Mann eine Woche lang von einem Bären verfolgt – und sogar verletzt. Einsatzkräfte der Küstenwache entdecken und retten ihn.

Bär attackiert Mann und verfolgt ihn eine Woche lang

Der Bär habe den Mann laut der "New York Times" angegriffen und sei eine Woche lang nachts in sein Lager zurückgekehrt. Freunde des Mannes hatten ihn als vermisst gemeldet, nachdem er nicht nach Nome im US-Bundesstaat Alaska zurückgekehrt war, erklärte die Küstenwache.

Hubschrauber sieht SOS-Zeichen rein zufällig

Die Einsatzkräfte hätten den Mann während ihres Fluges zwischen den Städten Kotzebue und Nome im Nordwesten Alaskas in einem Bergbau-Camp gesichtet. Der etwa 60-Jährige hatte mit einem SOS-Zeichen auf sich aufmerksam gemacht. Nach der Landung sei der entkräftete Mann auf die Knie gefallen, so der Co-Pilot des Hubschraubers, A.J. Hammac, gegenüber der "New York Times". Er hatte Verletzungen am Bein und am Oberkörper.

Den Piloten sagte der Gerettete, er habe seit Tagen nicht geschlafen, um das Tier fernzuhalten. In seiner Pistole hatte der Verletzte zum Zeitpunkt der Rettung noch zwei Schuss Munition. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Gesichtet hatten die Einsatzkräfte den Mann nur, weil sie ihren Kurs wegen der Wetterlage geändert hatten.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Angriffe durch Bären sehr selten

Der US-Bundesstaat Alaska ist dünn besiedelt und vor allem für seine unberührte Natur bekannt. Er ist Heimat von Schwarz-, Eis- und Braunbären. Die Tiere werden dort häufig gesichtet, zu Angriffen auf Menschen kommt es aber nur sehr selten. (dgu)