Fußball, Friseur und Gaststätten

Söder will Corona-Maßnahmen umfangreich lockern

 Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident, Parteivorsitzender der CSU Aufbruch22 - Klausur der CSU im Bundestag, Pressekonferenz am 3.2.2022 in Berlin Berlin Amplifier, Berlin Berlin GER
Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident, hält Corona-Einschränkungen nicht mehr für gerechtfertigt.
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Je weiter das Jahr 2022 voranschreitet, umso lauter werden die Forderungen nach Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Zumindest bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder finden sie nun Gehör. Schon am Dienstag könnte dort in fast allen Bereichen gelockert werden.

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Söder: Einschränkungen nicht gerechtfertigt

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält Einschränkungen auf Basis der Corona-Pandemie aktuell nicht mehr für angebracht. Das sagte er Teilnehmern zufolge in einer Videoschalte heute im CSU-Vorstand und auch in einem Interview mit dem „ZDF Morgenmagazin“.

„Wir haben nur ein Drittel der Belegung der Intensivbetten wie wir vergleichbar bei der vierten Welle von Delta hatten und das ist doch das Entscheidende“, so Söder. Einschränkungen seien dann richtig, wenn das Gesundheitssystem extrem belastet werde. „Dies ist derzeit aber bei Omikron nicht der Fall.“

Hier soll gelockert werden

Die logische Folge für Söder: lockern – und das schnell und umfangreich. So sollen in Bayern folgende Regeln geändert werden:

  • 22-Uhr-Sperrstunde soll aufgehoben werden
  • 50 Prozent Auslastung bei Sportveranstaltungen, statt wie bisher maximal 25 Prozent (Obergrenze 15.000)
  • 75 Prozent Auslastung bei Kulturveranstaltungen, statt wie bisher maximal 50 Prozent

2G-plus-Regel und FFP2-Maskenpflicht sollen aber weiter bestehen bleiben.

  • Wegfall von 2G bei körpernahen Dienstleistungen wie Friseuren oder Nagelstudios, es reicht dann ein negativer Corona-Test

Söder sprach sich aber gleichzeitig für eine konsequente Umsetzung der FFP2-Maskenpflicht aus. „Der konsequente Einsatz von FFP2-Masken erlaubt die Rücknahme von Kontaktbeschränkungen, schrieb Söder am Sonntag auf Facebook. „Dazu muss der Bund einen Stufenplan vorlegen.“ Voraussetzung sei, dass die Kliniken nicht überlastet würden. (dpa/sst)

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Klose kritisiert Söder

Kritik an Söders Vorstoß kommt aus Hessen. Sozialminister Kai Klose sagte auf RTL-Anfrage, die Ankündigung aus München offenbare, dass wohl auch in Sachen Impfpflicht im Gesundheitswesen ein förderaler Flickenteppich drohe. „Es kann kein Zweifel an der gesetzlichen Verpflichtung zur Umsetzung bestehen“, heißt es aus dem hessischen Sozialministerium in Wiesbaden auf RTL-Anfrage.

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