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ADAC & Stiftung Warentest prüfen Kinder-Fahrradhelme: Guter Schutz schon ab 12 Euro

Geprüft von Stiftung Warentest und ADAC

Kinder-Fahrradhelme im Test: Guten Schutz gibt’s schon ab 12 Euro

Gruppe Kinder mit Helmen auf ihren Fahrrädern
Beim Austoben auf dem Rad ist ein guter Helm unverzichtbar
Sergey Novikov (SerrNovik), iStockphoto

Ob die Kleinen im Sitz mitfahren oder selbst in die Pedale treten: Ohne Kopfschutz geht gar nichts, und zum Glück halten sich die allermeisten daran. Laut der Bundesanstalt für Straßenwesen tragen 82 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen beim Fahrradfahren einen Helm. Dabei muss es sich auch gar nicht um das neueste Hightech-Modell handeln, denn der günstigste gute Kinder-Fahrradhelm im aktuellen Test von ADAC und Stiftung Warentest kostet gerade einmal 12 Euro. Was die Testsieger ausmacht und warum eine Marke mit „mangelhaft“ durchfällt, lesen Sie hier.

Die wichtigsten Kritikpunkte: Unfallschutz und Komfort

Das Wichtigste am Helm ist der Schutz vor Kopfverletzungen, denn schon bei 10 Kilometern pro Stunde können schlimme Hirnschäden entstehen. Um die Funktion der insgesamt 18 Kinderhelme zu prüfen, ließ das Test-Team im Labor einen Dummy-Kopf mit bis zu 22 Stundenkilometern auf Stirn, Hinterkopf und Seite knallen. Biomechaniker errechneten aus der Wucht des Aufpralls dann das Verletzungsrisiko. Natürlich sollte der Helm beim Sturz auch nicht abgestreift werden, Riemen sowie Schloss sollten ebenfalls standhalten. Außerdem wurde geprüft, wie gut man die Modelle dank Reflektoren und Co. im Dunkeln sehen kann.

Zwar schützt jeder Helm besser als gar keiner, trotzdem sind Sitz und Komfort wichtig – nicht zuletzt, damit die Kinder ihn gerne anziehen. Deshalb wurde vom Experten-Team sowie zehn Kindern das Anpassen sowie Auf- und Absetzen der Helme untersucht. Natürlich war auch wichtig, wie bequem die Polster sind, ob Kinnriemen und Verschluss verrutschen oder drücken, ob das Sichtfeld eingeschränkt wird und wie gut die Helme belüftet sind.

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Die besten Fahrradhelme für Kinder

Die gute Nachricht: Alle Helme pufferten den Aufprall im Crashtest deutlich ab. Einer hatte jedoch die Nase vorn: Der Abus Youn-I 2.0 * bekam mit der Note 2,2 die beste Gesamtbewertung. Für rund 50 Euro befindet er sich im preislichen Mittelfeld.

Weitaus günstiger und damit der Preis-Leistungs-Sieger ist der Crivit Kinder-Fahrradhelm * von Lidl: Er kostet nur schlappe 12 Euro, ist mit der Note 2,4 aber unter den besten vier. Auch der Casco Mini 2 * (ca. 55 Euro) bekam eine 2,4; zusammen mit dem Modell von Abus leistete er im Labor den besten Unfallschutz.

Nicht so gut lief es für den Cube Linok X Actionteam (ca. 45 Euro). Er war im Unfall-Test zwar „befriedigend“, sein Kinnpolster enthält aber sehr hohe Mengen des Phtalat-Weichmachers DINP. Deshalb reichte es insgesamt nur für die Bewertung „Mangelhaft“ (Note 5,5). Der Hersteller Sport Equipment ACS kündigte laut Stiftung Warentest aber bereits einen Rückruf an. Eltern, die den Helm für ihr Kind gekauft haben, sollten das Kinnpolster entfernen und können es bei ihrem Händler gratis umtauschen. (rka)

Alle Ergebnisse des Vergleichs finden Sie auf test.de.

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