Vorsicht, Phishing!

Polizei warnt vor gefälschten Amazon-Mails

Achten Sie bei Mails von Amazon immer genau auf den Absender.
© Imago Entertainment, Waldmüller

15. Mai 2020 - 16:31 Uhr

Amazon-Phishing-Emails gerade weit verbreitet

Die Polzei Niedersachen warnt vor Phishing-Emails im Amazon-Look, die zurzeit immer häufiger versendet werden. In den Mails versuchen Betrüger, sich Zugangs- und Zahlungsdaten von Amazon-Kunden zu ergaunern.

Die E-Mails sehen täuschend echt aus

Viele Menschen erhalten zurzeit E-Mails mit dringlich klingenden Betreffzeilen wie "Wichtig - Wir haben Ihr Amazon-Konto überprüft und haben Probleme mit Ihrem Konto. Bitte bestätigen Sie Ihr Konto sofort." oder "[Erinnerung] Erneuerung Ihres Prime-Mitgliedskontos erforderlich - Aktualisieren Sie Ihre Zahlung innerhalb von 24 Stunden."

Das besonders Fiese daran: Die Mails sehen optisch aus, als kämen Sie wirklich von Amazon. Klickt man auf den vermeintlichen Amazon-Button, führt dieser auf eine Betrüger-Seite, die ebenfalls im Amazon-Look gestaltet ist. Der Kunde wird gebeten, zunächst seine Zugangs- und später auch die Zahlungsdaten einzugeben.

So erkennen Sie die Amazon-Fake-Mails

Amazon-Phishing-Mail
Die Amazon-Optik der Email ist täuschend echt, doch durch den Absender verraten sich die Betrüger.
© Landeskriminalamt Niedersachsen

Nur wer genau hinschaut, erkennt: Der Absender der Emails ist nicht der Versandriese selbst. Sehen Sie sich also die Emailadresse ganz genau an. Echte Mails von Amazon enden immer auf @amazon.de oder @amazon.com. Sollten Sie bereits auf den Button geklickt haben, sehen Sie sich auch die URL genau an, auf die Sie weitergeleitet wurden. Auch diese sollte im Echtheitsfall auf amazon.de oder amazon.com enden.

Auch gefakete DHL-Mails gehen gerade um, vor denen Polizei und Verbraucherschutz warnen.

Was tun, wenn Sie auf den Amazon-Betrug hereingefallen sind?

Wenden Sie sich zunächst an den Amazon-Kundenservice, um diesen über den Vorfall zu informieren. Die Polizei Niedersachen rät: "Ändern Sie Ihre Zugangsdaten und, wenn noch nicht geschehen, richten Sie die 2-Faktor-Authentifizierung ein!" Unterrichten Sie auch Ihre Bank darüber, dass Sie Ihre Bankdaten an eine Phishing-Seite weitergegeben haben. Im letzten Schritt sollten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle erstatten.