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69.000 geflüchtete Ukrainer in Niedersachsen angekommen - ob sie bleiben, ist ungewiss

15.000 Neuankömmlinge in nur einem Monat

69.000 geflüchtete Ukrainer in Niedersachsen angekommen

Foto: Archiv
Niedersachsen hat seit Kriegsbeginn 69.000 Flüchtlinge registriert. (Symbolbild)
www.imago-images.de, IMAGO/ZUMA Wire, IMAGO/Mykola Tys

Seit drei Monaten herrscht mittlerweile Krieg in der Ukraine. Seit Ende April hat das Land Niedersachsen 15.000 weitere Flüchtlinge aufgenommen. Damit sind insgesamt 69.000 beim niedersächsischen Innenministerium registriert.

Fluchtbewegung hält an

Foto: Zurab Kurtsikidze
3 Monate nach der Einreise dürfen Ukrainer visafrei in Deutschland bleiben. (Symbolbild)
deutsche presse agentur

Die Menschen geben ihre Hoffnung auf einen kurzen Krieg wohl nach und nach auf: Auch seit etwa Woche zehn nach Kriegsbeginn (24.2.2022) sind laut Innenministerium tausende weitere Ukrainer nach Niedersachsen geflohen, um dem Angriffskrieg zu entkommen. Mehr als 50.000 Menschen hatten ihr Zuhause schon in den ersten Wochen nach dem Angriff der Russen verlassen und waren ins Land Niedersachsen gekommen.

Zahlen des Ministeriums haben geringe Aussagekraft

Wie viele der einmal in Niedersachsen registrierten Geflohenen tatsächlich im Bundesland bleiben, ist nicht bekannt. Allerdings heißt das nicht, dass die Zahl der nun in Niedersachsen lebenden Ukrainer unter 69.000 läge. Im Gegenteil: Sie dürfte in Wirklichkeit deutlich höher liegen. Denn Ukrainer haben die Erlaubnis, sich drei Monate nach Einreise visafrei in Deutschland aufzuhalten. Wer gleich in den ersten Tagen des Krieges (ab dem 24.2.2022) in die Bundesrepublik gekommen ist und erst einmal bleiben möchte, muss also erst ab den kommenden Tagen (ab dem 24.5.2022) ein Visum vorzeigen können.