Ärztin erklärt, was für die Abwehrkräfte wichtig ist

5 Profi-Tipps für ein starkes Immunsystem im Herbst

Viren und Bakterien müssen Ihr Immunsystem erstmal überwinden. Wer sich gut ernährt und die Immunpower-Tipps befolgt, stärkt seine Abwehrkräfte.
Viren und Bakterien müssen Ihr Immunsystem erstmal überwinden. Wer sich gut ernährt und die Immunpower-Tipps befolgt, stärkt seine Abwehrkräfte.
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14. September 2021 - 15:47 Uhr

Trockene Heizungsluft und schlechtes Wetter sind eine Prüfung für das Immunsystem

Die Tage werden kürzer, die Sonnenstrahlen immer weniger und durch die typischen Wetterschwankungen im Herbst ist die nächste Erkältungswelle schon jetzt vorhersehbar. Ebenfalls typisch: Trockene Heizungsluft lässt Ihre Schleimhäute austrocknen und verschafft Viren so quasi freien Eintritt in den Körper. Höchste Zeit also, etwas für Ihr Immunsystem zu tun!

Ein Gastbeitrag von Dr. Friederike Feil, Autorin des Buches "Immunpower"* (riva-Verlag)

Tipp 1: Erhöhen Sie Ihren Vitamin D-Spiegel im Körper

Vitamin D ist der Anschaltknopf all Ihrer Zellen – inklusive Immunzellen. Ohne Vitamin D können diese nicht ihr volles Potenzial entfalten. Vitamin D wird natürlicherweise durch Sonneneinstrahlung über die Haut gebildet. Spätestens im Winter ist die Sonne hierzulande aber nicht mehr stark genug, um Sie ausreichend mit dem Sonnenhormon zu versorgen. Verbringen Sie die Tage dann auch noch im Büro, geht Ihrem Immunsystem schnell die Kraft aus. Die Ergänzung mit einem Vitamin D-Präparat ist in Deutschland also nicht nur sinnvoll, sondern sogar angeraten.

Tipp 2: Ihr Darm liebt Bakterien

Im Darm wohnen 2 bis 3 Kilogramm Bakterien. Ja, Sie haben richtig gelesen! Dieses sogenannte Darmikrobiom arbeitet als Trainer Ihres Immunsystems, welches sich zu über 70 Prozent in Ihrem Darm befindet! Ist das Darmikrobiom stark, haben Sie eine besonders große Vielfalt an Darmbakterien – Ihr Immunsystem wird also gut trainiert. Neben einer natürlichen, möglichst regionalen Ernährung ohne Zusatzstoffe erhöhen Sie die Mikrobenvielfalt in Ihrem Darm, wenn Sie viel Zeit in der Natur verbringen und weitgehend auf Putzmittel und Kosmetika ohne chemische Stoffe verzichten.

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Tipp 3: Tschüss, Handdesinfektion!

Handdesinfektionsmittel stehen in Zeiten von Corona hoch im Kurs. Natürlich, die kleinen bunten Fläschchen kann man einfach in jeder Tasche verstauen, außerdem sind sie ruckzuck zur Hand. Mit jeder Desinfektion töten Sie allerdings nicht nur die Bösewichte unter den Bakterien, sondern auch die vielen wertvolle Mikroben auf Ihrer Haut. Diese halten die Schädlinge normalerweise gut in Schach und sind – auch an Ihren Händen – unerlässlich für die Entwicklung eines starken Immunsystems. Also, desinfizieren Sie bitte nur im Notfall! Regelmäßiges Händewaschen reicht zum Schutz vor Infektionen vollkommen aus.

Tipp 4: Kranke Zähne überlasten das Immunsystem

Zähne und Zahnfleisch sind bei vielen Menschen eine chronische Entzündungsquelle. Ihr Immunsystem steht unter Dauerstress! Das Problem: Ein dauerhaft aktiviertes Immunsystem ist schnell überlastet, im "Notfall" kann es nicht mehr richtig reagieren. Leiden Sie unter häufigen Infekten, werfen Sie also am besten einen Blick auf Ihre Zahngesundheit. Auch versteckte Entzündungsherde an Zahnfleisch und Zahnhälsen oder abgestorbene Zähne können Ihr Immunsystem chronisch stressen. Holen Sie sich, wenn nötig, eine Zweitmeinung ein.

Tipp 5: Entspannung ist das A und O

Wer unter Dauerstress steht, wird schneller krank und langsamer wieder gesund. Das zeigen Studien immer wieder. Stress ist vermutlich sogar der Immunsystem-Killer Nummer 1: Bei einem dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel sinkt nämlich die Zahl der Abwehrzellen im Blut und die Killerzellen sind weniger aktiv. Regelmäßiges Meditieren und gezielte Atemübungen senken Ihre Stresshormone nachweislich. Wer jetzt an stundenlanges Herumsitzen und Om-Singen denkt, der sei beruhigt: Viele Studien kommen zu dem Ergebnis, dass sich bereits fünf Minuten tägliche Meditation äußerst positiv auf das Immunsystem auswirken.

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