19. Februar 2019 - 9:59 Uhr

"Ich dachte, es ist ein Irrtum"

Im Dezember 2018 wurde die 18-jährige Ebony Stevenson aus Großbritannien mit starken Krampfanfällen ins Krankenhaus eingeliefert. Dort versetzten die Ärzte sie in ein künstliches Koma. Als sie vier Tage später wieder aufwachte, hatte sie ein Baby. Ohne zu wissen, dass sie überhaupt schwanger gewesen war.

Ebony litt an einer Schwangerschaftsvergiftung

Als Ebony Stevenson (18) aus Oldham in Großbritannien am Abend des 2. Dezember mit Kopfschmerzen und Übelkeit ins Bett ging, hatte sie keine Ahnung, dass sich ihr Leben in kürzester Zeit von Grund auf ändern würde. In der Nacht bekam die junge Frau starke Übelkeit und eine Reihe heftiger Krampfanfälle. Ihre Mutter Sheree rief den Notarzt, der sie sofort in ein Krankenhaus brachte. Dort wurde die junge Frau in ein künstliches Koma versetzt, um sie genauer untersuchen zu können.  Dabei stellten die Ärzte fest, dass Ebony an Präeklampsie litt, einer Schwangerschaftsvergiftung. Per Not-Kaiserschnitt brachten die Mediziner das Ungeborene am frühen Morgen des 3. Dezembers zur Welt.

"Es fühlte sich an wie eine Erfahrung außerhalb des Körpers"

Drei Tage später wachte die junge Frau wieder auf und erfuhr, dass sie in der Zwischenzeit ein Baby zur Welt gebracht hatte, ein Mädchen. Der Schock der 18-Jährigen war im ersten Moment so riesig, dass sie zunächst von einem Irrtum ausging, wie sie der "Manchester Evening News" erzählt.

​"Aus dem Koma aufzuwachen und zu hören, dass man schwanger gewesen ist und ein Mädchen auf die Welt gebracht hat, war gelinde gesagt überwältigend." stellt die die junge Britin fest.

"Mein Baby zu treffen war so unwirklich. Es fühlte sich an wie eine Erfahrung außerhalb des Körpers.

Ebony hat zwei Gebärmütter

Dass die Schwangerschaft so lange unentdeckt blieb, lag daran, dass Ebony, ohne es zu wissen, zwei Gebärmütter hat. Da eine von ihnen zum Rücken hin gedreht war, konnte man von außen keinen Babybauch sehen. Die zweite Gebärmutter sorgte dafür, dass die 18-Jährige weiterhin ihre Periode bekam.

​Dieser sogenannte Uterus didelphys ist eine äußerst seltene angeborene Fehlbildung. Weniger als ein Prozent aller Frauen kommt mit dieser Fehlbildung zur Welt.

Wer der Vater ist, bleibt geheim

Ebony und ihr Töchterchen Elodie blieben noch eine Woche auf der Intensivstation. Eine intensive Zeit für die Neu-Mami und ihre kleine Tochter.

​"Ich hatte Angst davor, dass ich keine Beziehung zu meiner Tochter haben würde, weil ich keine Zeit hatte, mich darauf einzustellen – aber sie ist großartig. Es ist ein absolutes Wunder. Ich würde Elodie gegen nichts in der Welt eintauschen", so Ebony.

​Zu Hause warteten schon Ebonys vier Geschwister auf ihre kleine Nichte: Kennedy, 12, Poppy, 8, Pia, 3 und Navy, 2.

Trotz Baby will Ebony ihr Sport-Studium wieder aufnehmen. Oma Sheree wird dann auf die kleine Elodie aufpassen. Wer der Vater des Mädchens ist, verriet Ebony nicht.