Bloß nicht wegwerfen!

Praktisch endlos haltbar: Diese zwölf Lebensmittel verderben nicht

Diese Lebensmittel sind quasi endlos haltbar
Diese Lebensmittel sind quasi endlos haltbar
Valerii Honcharuk, Valerii Honcharuk (Valerii Honcharuk (Photographer) - [None]

Haben Sie letztens Ihren Vorratsschrank aussortiert und Nudeln und Reis entsorgt, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen war? Schade – denn ziemlich sicher waren diese Lebensmittel noch genießbar. Wir erklären, welche Lebensmittel praktisch endlos haltbar sind und warum.

1) Nudeln

Nudeln ohne Ei sind so trocken, dass Bakterien und Pilze keine Chance haben – also verderben sie auch nicht so schnell. Laut Verbraucherzentrale kann man die trocken Teigwaren getrost noch Jahre nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) kochen und genießen. Vollkorn- oder Eiernudeln sind meist nur ein Jahr haltbar, hier lohnt sich der Blick auf den Datumsstempel der Verpackung.

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2) Reis

Geschälter Reis oder Basmatireis hält sich lange in ungekochtem Zustand. Meist steht auf den Verpackungen ein Mindesthaltbarkeitsdatum von zwei Jahren oder mehr. Das kann aber oft weit überschritten werden, sofern der Reis luftdicht, kühl und dunkel gelagert wird – am besten in der unversehrten Originalverpackung. Gehen Sie nach dem Geruch und kontrollieren Sie den rohen Reis vorsichtshalber auch auf Schädlingsbefall. Eine Ausnahme bildet Naturreis: Hier kann der Keimling ranzig werden. Er hält sich meist nur ein Jahr.

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3) Linsen

Auch bei trockenen Linsen können Bakterien kaum überleben. Sie halten sich in der Regel ein Jahr, können aber noch lange nach Ablauf des MHD gekocht und verzehrt werden. Wie bei allen trockenen Lebensmitteln lohnt es sich aber, die Hülsenfrüchte auf Ungezieferbefall zu kontrollieren, wenn sie länger oder in einer offenen Verpackung gelagert waren.

4) Honig

Nach dem Öffnen ist Honig in der Regel ein Jahr lang prima genießbar – vorausgesetzt, es kommen keine Brotkrümel oder Butterreste hinein. Hier bietet der Honigspender klare Vorteile. Geschlossen hält sich Honig ewig, sofern er trocken, kühl und dunkel gelagert wird. Ansonsten könnte er zu gären beginnen.

5) Zucker

Auch Zucker ist ewig haltbar – egal, ob als Puderzucker, normaler Zucker oder in Würfelform. In Deutschland müssen Lebensmittel mit einem MHD versehen werden. Zucker kann lange darüber hinaus noch sorgenfrei konsumiert werden, sofern er nicht feucht geworden ist.

6) Salz

Dasselbe gilt für Salz. Trocken und gut verschlossen gelagert wird es nie schlecht. Ganz im Gegenteil: Sie können Salz nutzen, um andere Lebensmittel länger zu konservieren.

7) Mehl

Auch bei Mehl gilt: Gut geschützt und luftdicht verschlossen, ist es noch mindestens mehrere Monate nach dem MHD gut. Hier kommt es sehr stark auf die Mehlsorte an. Gehen Sie nach Ihrer Nase: Wenn’s ranzig riecht, sollten Sie das Mehl nicht mehr verarbeiten.

8) Konserven

Eingelegtes Obst, Dosentomaten und Co. halten in der ungeöffneten Konserve jahrelang – und auf jeden Fall über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Aufpassen sollten Sie allerdings, wenn die Konserven Dellen oder gar kleine Löcher haben. Die bilden Schlupflöcher für Erreger. Wenn die Dose sich nach außen wölbt oder gerostet ist: Finger weg!

9) Essig

Destillierter Essig hält sich oft auch noch zehn Jahre nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Ausgenommen davon ist Essig mit Aroma oder Einlage.

10) Spirituosen

Sie haben noch einen alten Vodka im Keller? Solange er noch verschlossen ist: kein Problem! Alkohol konserviert und macht Spirituosen unbegrenzt haltbar. Sind die Alkoholika schon geöffnet, kann sich der Geschmack verändern.

11) Maisstärke

Maisstärke wird zum Eindicken von allen möglichen Flüssigkeiten verwendet. Wenn Sie ein zu dünnes Sößchen angedickt haben, werfen Sie die restliche Stärke nicht weg: Fest verschlossen hält sie sich noch lang über das MHD hinaus.

12) Zwieback & Co

Knäckebrot, Dosenbrot oder Zwieback haben eine lange Haltbarkeit, auch über das MHD hinaus.Auch hier gilt: Je geringer der Vollkornanteil, desto länger sind die Brote haltbar.

In diesen Produkten haben Bakterien keine Chance

Generell gilt: Je trockener das Lebensmittel ist, umso länger ist es haltbar. Denn Verderbniskeime brauchen ungebundenes Wasser, um sich zu vermehren. Zucker und Salz binden das Wasser und machen es so für Bakterien und Pilze unbenutzbar. Daher werden diese beiden auch gern zum Konservieren von Obst, Fleisch oder Fisch verwendet. Eine Ausnahme bilden Produkte aus Vollkorn wie Naturreis oder Vollkornnudeln. Sie enthalten den fettreichen Keimling, der mit der Zeit ranzig werden kann.

Mindeshaltbarkeitsdatum ist kein Verbrauchsdatum

Warum tragen dann aber auch normale Nudeln und Reis ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)? Das liegt an der Definition des MHD. Das garantiert nämlich, dass das Lebensmittel bis zu diesem Zeitpunkt seine typischen Eigenschaften wie Geruch und Geschmack behält. Es bedeutet aber nicht, dass es danach verdorben ist oder krank macht. Ganz im Gegenteil: Abgelaufene Lebensmittel dürfen sogar verkauft werden. Dann haftet jedoch der Verkäufer für die Qualität und nicht mehr der Hersteller.

Anders sieht es beim Verbrauchsdatum bei schnell verderblichen Lebensmitteln aus: Dieses Datum gibt an, bis wann das Produkt verbraucht werden muss.

Wie lange geöffnete Lebensmittel in der Regel noch haltbar sind, erfahren Sie hier.