Eigentlich geht es um das Jugendwort des Jahres„Tagesschau“-Sprecherin Susanne Daubner singt „Du bist gut genug“

Susanne Daubner, "Tagesschau"-Sprecherin, sitzt in der "NDR Talk Show". (zu dpa: «Jugendwort des Jahres: «Das crazy» macht knapp das Rennen») +++ dpa-Bildfunk +++
Sie singt? Das crazy: Susanne Daubner.
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Mittlerweile ist es fast schon Tradition, dass „Tagesschau“-Sprecherin Susanne Daubner die Kandidaten für das Jugendwort des Jahres vorstellt. Auch diesmal verkündet die 65-Jährige wieder die Begriffe, die zur Auswahl stehen - und das sogar mit Gesang.

Seit mehreren Jahren verkündet Susanne Daubner stets die Nominierungen für das Jugendwort des Jahres. Ihre zugehörigen Beiträge auf Instagram und Co. haben mittlerweile regelrechten Kultstatus erlangt. Nun stellte die 65-Jährige die zehn Anwärter auf das Jugendwort des Jahres 2026 auf den Social-Media-Kanälen der „Tagesschau“ vor.

Eine der Nominierungen trug die Nachrichtensprecherin dabei sogar singend vor: „Du bist gut genuuuuug“, trällerte sie in die Kamera. „Welches Wort ist für euch gut genug?“, wurde in der Bildunterschrift hinzugefügt.

Hinter dem Satz verbirgt sich der gleichnamige Song des Produzentenduos KitschKrieg mit dem Duo Blumengarten und Rapperin Shirin David. Der in Kopfstimme gesungene Refrain ging vor allem über TikTok viral und zog Memes, Parodien und Umdeutungen nach sich. International wurde aus „Du bist gut genug“ oftmals „Doobie Scoot Canoe“.

Daubners Clip kommt wie immer gut an. Unter dem Instagram-Post ist unter anderem zu lesen: „Ich sehe Susanne und die Welt ist für einen kurzen Moment wieder in Ordnung“, „Susanne ist und bleibt einfach eine Legende!“ oder „Wann wird endlich ‚Susanne‘ zum Jugendwort?“.

Zur Abstimmung für das Jugendwort stehen neben Klassikern wie „Macker“ oder „Digga“ auch „67“, „Crashout“, „Gute Käse“, „Peak“, „Ragebait“, „Schere“ und „Süper“. Ein besonders häufig eingereichter Begriff fehlt hingegen in der Auswahl. „Mehrzweckeier“ lag am Ende der Vorschlagsphase in den Top 10, wurde vom Langenscheidt-Verlag, der die Wahl des Jugendworts erstmals 2008 initiiert hatte, aber gestrichen.

„Da der Begriff auf eine Kampagne zurückgeht und gleichzeitig auf einer persönlichen Beleidigung beruht, erfüllt er gleich zwei zentrale Ausschlusskriterien“, teilte der Verlag mit. Der Ausdruck gilt als Abwandlung einer Parole, die bei Protesten junger Menschen gegen die Wehrpflicht auftauchte und sich gegen Bundeskanzler Friedrich Merz richtete.

„Das Plakat, auf dem ursprünglich die provokante Botschaft ‚Merz leck Eier‘ stand, wurde von der Polizei beschlagnahmt“, erklärte Langenscheidt. „Gegen den Demonstrierenden wurde zunächst wegen des Anfangsverdachts der üblen Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens ermittelt.“ Mit „Mehrzweckeier“ sei eine Wortkreation entstanden, „die kreativ, eindeutig, jedoch weniger angreifbar ist“.

Über die Top 10 kann bis zum 20. August online abgestimmt werden, anschließend folgt ab 28. August die Wahl der Top 3. Das endgültige Siegerwort will Langenscheidt am 10. Oktober verkünden. In die offizielle Auswertung fließen nur die Stimmen von Jugendlichen ein, der Großteil der Teilnehmenden ist zwischen elf und 20 Jahre alt.

Im vergangenen Jahr hatte sich „Das crazy“ durchgesetzt. Der Verlag beschrieb den Ausdruck damals als Alternative zu einem „okay“, die immer dann greife, wenn eine passendere Antwort fehle.

Verwendete Quellen: vpr/spot