In seiner Pariser WohnungSchauspieler Mario Adorf ist gestorben

„Hat seine letzte Reise angetreten.”
Mario Adorf ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Sein langjähriger Manager Michael Stark hat den Tod der Schauspiel-Legende bestätigt.
Mario Adorf starb in seiner Pariser Wohnung
Wie es in einer Pressemitteilung des Managements heißt, sei Mario Adorf „nach kurzer Krankheit in seiner Wohnung in Paris eingeschlafen”.
Adorf habe seinem Manager bei einem letzten Besuch gesagt, dass er sich für jahrelange Treue seines Publikums bedanke. „Er hat es zeitlebens als Privileg empfunden, in seinen über 200 Film- und Fernsehrollen unterschiedliche Charaktere verkörpern zu können, die von seinen Fans so liebevoll aufgenommen wurden”, heißt es in der Mitteilung.
Mario Adorf hinterlässt seine französische Ehefrau Monique sowie seine Tochter Stella aus erster Ehe und seinen Enkel Julius.
Adorf bleibt als Schurke Santer in „Winnetou” im Gedächtnis
Adorf gehörte zu den profiliertesten deutschen Schauspieler und war durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen bekannt. Der am 8. September 1930 im schweizerischen Zürich als uneheliches Kind geborene Darsteller wuchs in prekären Verhältnissen auf und fand später seine Erfüllung in der Schauspielkunst.
1957 gelang ihm mit der Verkörperung eines geistig behinderten Mörders in dem Film „Nachts, wenn der Teufel kam” der Durchbruch. In den 60er Jahren machte er international Karriere – unter anderem durch seine Rolle in „Winnetou I” (1963) (auf RTL+ streamen), wo er den Schurken Santer spielt.

„Mit seiner Schauspielkunst hat er die Welt zum Erschaudern, Nachdenken, zum Lachen und Weinen gebracht”, erklärte Stark. „Seine Kunst war es, Schurken, Mafiosi und hinterhältige Patriarchen so menschlich darzustellen, dass das Publikum sich oft auf die Seite des ‘Bösen’ schlug”. Adorf habe zudem „nie seine Bodenhaftung verloren”.
Zuletzt spielte Adorf Berichten zufolge 2021 in dem Film „Real Fight” mit, an der Seite von Mathis Landwehr und Mina Tander. (mit afp)
Verwendete Quelle: Pressemitteilung/Michael Stark, AFP


