Neue Biografie "Swan Song"Charles Spencer sicher: Prinzessin Diana hätte jedes Wort gutgeheißen

Charles Spencer hat das Hörbuch zu seiner Diana-Biografie eingelesen. Welche Erkenntnis ihm dabei kam, hat er nun verraten.
Charles Spencer hat das Hörbuch zu seiner Diana-Biografie eingelesen. Welche Erkenntnis ihm dabei kam, hat er nun verraten.
Imago images/ZUMA Press Wire / Tayfun Salci

Zehn Bücher hat Charles Spencer geschrieben. Keines ging ihm so nah wie das über seine Schwester. Am 22. September erscheint "Swan Song: Diana, My Sister". Auf Instagram zeigte der Earl nun das erste gedruckte Exemplar und erklärte, was Diana seine Meinung nach über das Buch gedacht hätte.

Charles Spencer (62) hat einen ersten Blick in seine Memoiren über Prinzessin Diana (1961-1997) gewährt. Der 9. Earl Spencer veröffentlichte am Freitag auf Instagram Fotos des fertigen Buches "Swan Song: Diana, My Sister". Erscheinen soll der Band am 22. September.

Das erste gedruckte Exemplar in den Händen zu halten, sei für jeden Autor ein berauschender Moment, schrieb der 62-Jährige dazu. Hier gelte das besonders: Es sei das persönlichste der zehn Bücher, die er in den vergangenen drei Jahrzehnten geschrieben habe. Im Kern sei es "die schlichte Hommage eines Bruders an eine außergewöhnliche Schwester".

Drei Tage im Tonstudio

Sicher, das Richtige gesagt zu haben, wurde Spencer sich offenbar erst beim Einlesen des Hörbuchs. Drei Tage lang habe er den Text laut vorgetragen. "Als ich die Aufnahme beendete, dachte ich: 'Das ist genau das, was ich wollte und sagen musste - und sie hätte, ich denke, jedes Wort genehmigt.'"

Laut Pressemitteilung spricht der Earl darin erstmals "offen" und "ausführlich" über seine berühmte Schwester. Die Veröffentlichung fällt in die Wochen nach dem 29. Jahrestag ihres Todes. Die Prinzessin starb am 31. August 1997 bei einem Autounfall in Paris.

Anstoß zum Buch kam durch Interviewanfragen

Zum Schreiben brachten ihn ausgerechnet die Medien. Er sei mit Interviewanfragen überschwemmt worden. Das habe ihn überzeugt, seine eigenen Erinnerungen ein für alle Mal festzuhalten, statt erneut die Meinungen anderer lesen zu müssen. Viele davon beruhten auf Unwahrheiten, die mit der Zeit als gegeben akzeptiert worden seien.

Ziel sei es, die Wahrheit über Diana aus der Sicht ihres Bruders zu erzählen, genau wie er es bei ihrer Beerdigung versucht habe, zitiert ihn die Pressemitteilung.

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Trauerrede von 1997 hallt nach

Bei der Trauerfeier im September 1997 hatte Spencer Diana als "Inbegriff von Mitgefühl, Pflichtbewusstsein, Stil und Schönheit" gewürdigt und zugleich Presse und Königshaus kritisiert. In Erinnerung geblieben ist sein Satz, seine Schwester sei "die meistgejagte Person der Neuzeit" gewesen.

Wie sehr ihn ihr Tod umtrieb, schilderte er 2017 im Gespräch mit "People". Er sei nicht nur wütend, sondern außer sich gewesen. Immer wieder habe er sich gefragt, was er hätte tun können, um sie zu schützen.

Sein Schutzinstinkt galt auch Dianas Söhnen William und Harry, die damals 15 und zwölf Jahre alt waren. Harry hielt in seinen Memoiren "Reserve" fest, wie sein Onkel Alarm schlug, als er vom Plan erfuhr, die Jungen sollten hinter dem Sarg herlaufen. Barbarisch nannte er das Vorhaben.

Botschaft an eine neue Generation

Erreichen will Spencer nicht nur jene, die Diana selbst erlebt haben. Er würde sich freuen, wenn auch Jüngere nach der Lektüre verstünden, wer sie wirklich war: keine Ikone, sondern eine einzigartige Person voller Liebe und Selbstzweifel, die das Leben mit Wucht angepackt und die Welt besser zurückgelassen habe.