„Mann im Wald, der mich bedroht hat” Judith Rakers wurde als Kind sexuell belästigt

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Im Zuge dessen sprechen vermehrt auch andere prominente Frauen öffentlich über persönliche Erlebnisse. Jetzt hat sich Ex-„Tagesschau“-Sprecherin Judith Rakers (50) in ihrem Podcast an zwei prägende Situationen in ihrer Kindheit erinnert.
Viele Situationen mit Männern, „die brenzlig waren”
In der neusten Ausgabe ihres Podcasts „Baborie & Rakers - Was war los gewesen?” tauschten sich die Radio-Moderatorin Ariana Baborie (38) und Judith Rakers über das viel beachtete Thema aus. Und dabei kamen sie auch auf ihre eigenen Erfahrungen zu sprechen.
„Natürlich habe auch ich in meinem Leben schon sehr viele Situationen erlebt mit Männern, die sehr, sehr brenzlig waren”, erklärte Judith und erinnerte sich an eine Situation, als sie ungefähr sieben Jahre alt gewesen sei. „Ich bin als Kind schon mal Opfer geworden von einem Mann im Wald, der mich bedroht hat mit seinem Hund.” Der Mann habe sie am Arm gepackt und sich daraufhin selbst mit ihrem Arm unangemessen berührt. „Das war so die schlimmste Situation.”
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Das Trauma sitzt bis heute tief. „Das ist übrigens der Grund, warum ich nur vor einer Hunderasse Angst habe“, verriet Judith weiter. Denn der Mann im Wald habe sie mit einem Schäferhund bedroht. Die heutige Moderatorin vertraute sich damals sofort ihren Eltern an. Wenige Wochen später meldete sich die Polizei mit einer guten Nachricht: Der Mann wurde gefasst. Zu einer Gegenüberstellung kam es allerdings nicht, weil der Mann bereits durch andere, noch schwerwiegendere Taten aufgefallen war. Rakers’ Podcast-Kollegin war sichtlich mitgenommen von der Geschichte. „Oh Gott, Judith, ich heule gleich”, sagte Ariana Baborie erschüttert.
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Doch das war nicht die einzige belastende Erfahrung, die Judith als Kind machen musste. Auf einer Busfahrt zur Schule sei es auch zu einer Belästigung gekommen. „Ein Mann, der anfängt, irgendwie an seinem Geschlechtsteil herumzuspielen, während ich danebensitze, dabei irgendwie seinen Arm an mir reibt und so”, schilderte die 50-Jährige.

Ihr Vater habe sie darauf vorbereitet, wie sie sich verhalten solle, wenn sich ihr ein Mann in einer solchen Situation unangebracht nähert. Daraufhin habe die spätere Journalistin das getan, was ihr beigebracht wurde: Sie sei aufgestanden und habe laut zu dem Mann gesagt, er solle aufhören, sich an sein Geschlechtsteil zu fassen. „Alle haben sich dann umgedreht und der ist sofort aufgesprungen und ausgestiegen an der nächsten Station”, berichtete sie weiter.
Judith Rakers sendet eine klare Botschaft: Schweigen schützt Täter – Reden schützt Betroffene. Vielleicht ist genau das der wichtigste Grund, warum diese Geschichten jetzt erzählt werden mussten.
Verwendete Quellen: „Baborie & Rakers - Was war los gewesen?”




