In einer Klinik fand sie HilfeFrauke Ludowigs Tochter Nika spricht offen über ihre Zwangsstörung

So offen hat Nika Röffen bislang kaum über diese schwere Zeit gesprochen.
Die 21-jährige Tochter von RTL-Moderatorin Frauke Ludowig erzählt auf TikTok von ihrer Zwangsstörung, extrem belastenden Phasen und einem Klinikaufenthalt, der für sie schließlich zum Wendepunkt wurde.
Nika Röffen: „Es ist das Schlimmste”
„Es ist das Schlimmste, was mir jemals passiert ist.“ Mit diesen Worten beschreibt Nika Röffen in einem TikTok-Video ihre Zwangsstörung. Die jüngere Tochter von Frauke Ludowig gibt ihren Followern dabei einen sehr persönlichen Einblick in eine Zeit, in der die Erkrankung zeitweise ihren kompletten Alltag bestimmte.
Während ihre zwei Jahre ältere Schwester Nele Ludowig inzwischen selbst regelmäßig in der Öffentlichkeit steht, hält sich Nika eher aus dem Rampenlicht heraus. Auf TikTok teilt die 21-Jährige allerdings seit mehreren Jahren Einblicke in ihr Leben. Jetzt spricht sie dort ausführlich über ihre psychische Erkrankung.
Nika Röffen musste manche Handlungen bis zu 200 Mal wiederholen
Ihre Zwangsstörung äußere sich unter anderem durch sogenanntes magisches Denken. „Ich verbinde Dinge, die ich tue, mit einem Angstgedanken und denke, dass was passiert“, erklärt Nika. Daraus habe sich der Zwang entwickelt, bestimmte Handlungen immer wieder auszuführen – teilweise „hundertmal bis zweihundertmal“.
In besonders schweren Phasen habe das beinahe jede alltägliche Handlung betroffen. „Als es ganz schlimm war, konnte ich nichts mehr machen, ohne alles zweihundertmal zu machen. Manchmal habe ich drei, vier Stunden lang gebraucht, bis ich essen konnte, bis ich hochgekommen bin. Manchmal habe ich es nicht mehr hochgeschafft und auf der Treppe geschlafen.“

„Ich hatte keine anderen Gedanken mehr“
Die Erkrankung nahm immer mehr Raum ein. „Ich hatte keine anderen Gedanken mehr“, erinnert sich die Tochter von Frauke Ludowig. Gleichzeitig habe sie Angst davor gehabt, den Bezug zur Realität zu verlieren. Immer wieder fürchtete sie demnach, „verrückt“ zu werden oder eine Psychose zu entwickeln.
Mit den Problemen kämpft Nika bereits seit ihrem 14. Lebensjahr. Besonders schlimm wurde ihre Situation nach eigenen Angaben vor rund zwei Jahren. Zu dieser Zeit studierte sie in Düsseldorf. Als ihr Zustand sich weiter verschlechterte, zog sie schließlich die Konsequenzen. Nika unterbrach ihr Studium und ging in eine Klinik.
Klinikaufenthalt verändert alles
Heute spricht die 21-Jährige sehr deutlich darüber, welche Bedeutung diese Entscheidung für sie hatte. „Ich wüsste nicht, ob ich jetzt noch am Leben wäre, wäre ich nicht in diese Klinik gegangen“, sagt sie bei TikTok. Dort lernte Nika auch ihre Therapeutin kennen, die sie bis heute begleitet.
Inzwischen studiert Nika an der „Akademie Mode und Desgin” in Berlin. Ihre Probleme seien nicht vollständig verschwunden. Doch sie hat nach eigener Aussage gelernt, besser mit ihnen umzugehen. Mit ihrer Offenheit möchte Nika vor allem anderen Betroffenen Mut machen. „Ihr müsst da nicht alleine durch“, sagt sie. „Geht zur Therapie, es wird euer Leben verändern.“ (sfu)
Verwendete Quelle: TikTok/nikaroe


