Schlechtes Ergebnis zu BeginnEnttäuschender Start: Tom Cruise verteidigt "Digger"

Tom Cruise betont, dass für ihn nicht das Einspielergebnis am Startwochenende entscheidend ist. In einem Podcast erklärt der Schauspieler, er wolle Filme schaffen, die dauerhaft Bestand haben.
Tom Cruise (64) erklärt, worauf er bei der Auswahl seiner Filmprojekte Wert legt. Im Podcast "On Film with Kevin McCarthy" betonte der Schauspieler, dass für ihn nicht der finanzielle Erfolg an den Kinokassen zählt, sondern wie lange ein Film im Gedächtnis bleibt. "Wenn ich Filme drehe, denke ich nicht an das 'Eröffnungswochenende'. Ich habe vielmehr das Gefühl, dass wir etwas schaffen, das ein bleibendes Stück Filmgeschichte sein wird."
Als Beispiel nahmen Cruise und Regisseur Alejandro González Iñárritu (63) Ridley Scotts (88) "Blade Runner", den sie als Meisterwerk bezeichneten. Der Film sei bei seinem Kinostart überwiegend kritisiert worden, habe sich im Nachgang jedoch zu einem prägenden SciFi-Kultfilm entwickelt.
"Man hofft einfach, dass man einen Film machen kann, der Bestand hat", sagte Cruise. Zugleich betonte er, wie stark sich die Bedingungen für Kinofilme gewandelt haben. Während in den 80er- und 90er-Jahren Titel wie "Rain Man" oder "Geboren am 4. Juli" noch ein Jahr lang liefen, sei das heute anders. "Wie kann ich einen Film machen, der ankommen, Bestand haben und sich weiterentwickeln kann? Genau so fühle ich und 'Digger' ist so ein Film."
Schwacher Start für "Digger"
Die Äußerungen von Cruise fallen zeitlich mit einem schwachen Kinostart seines neuen Films "Digger" zusammen. In den USA spielte das Werk am Eröffnungswochenende lediglich acht Millionen Dollar ein. Laut dem Branchenblatt "Variety" müsste die Komödie bei einem Produktionsbudget zwischen 160 und 180 Millionen Dollar sowie zusätzlichen 100 Millionen Dollar für Marketing weltweit etwa 350 Millionen Dollar einspielen, um allein die Kosten zu decken.
Nach einem globalen Startwochenende von nur 20 Millionen Dollar gilt dieses Ziel als kaum noch erreichbar. Experten rechnen daher damit, dass der Film am Ende zwischen 150 und 200 Millionen Dollar Verlust einfahren wird.
Cruise bedankt sich beim "Digger"-Team
Am Wochenende meldete sich Cruise in den sozialen Medien zu Wort. Es sei ihm eine Ehre gewesen, den Film zu drehen und er dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz. "Vielen Dank an die gesamte Besetzung und das gesamte Team für euer Engagement, eure harte Arbeit und eure Freude. Diese Erfahrung war wirklich unvergesslich, und ich bin so stolz auf das, was wir geschaffen haben."
(des/spot)


