Von wegen heile Welt!Blutiger Streit im Bergdoktor-Dorf Ellmau

Dagegen hat selbst der Bergdoktor kein Mittel!
Wo sonst heile Welt herrscht und Arzt Martin Gruber (gespielt von Hans Sigl) für jedes Problem eine Lösung parat hat, tobt seit beinahe vier Jahren ein erbitterter Nachbarschaftsstreit zwischen einem deutschen Geschwisterpaar und dem Schlagersänger Hansi Kiesler.
Deutsches Geschwisterpaar bekannt als „extreme Querulanten”
Wie das Newsportal OE24 schreibt, stehen die Geschwister Carsten und Gabriele Olbrich seit fast 20 Jahren mit ihren Nachbarn in Ellmau (Tirol) auf Kriegsfuß. Im ganzen Dorf hätten sich die beiden einen Ruf als „extreme Querulanten” gemacht. Demnach verpfeifen die Geschwister nicht nur Falschparker, Straßen blockierende Lieferwagen oder Bauarbeiter mit polnischem Kennzeichen bei den Behörden, sondern auch beim Finanzamt sollen die beiden bereits Nachbarn angeschwärzt haben. „Sie sind mit 80 Prozent der Ellmauer im Streit”, zitiert OE24 den Schlagersänger Hansi Kiesler.
Lese-Tipp: Schauspieler Hans Sigl verrät sein Ehe-Geheimnis
Deutsches Geschwisterpaar fühlt sich in Ellmau diskriminiert
Wie die Olbrichs in einem Spiegel-Interview erklären, seien sie aber nicht einfach nur Querulanten. Hinter dem Nachbarschaftsstreit stecke ihnen zufolge viel mehr. Die beiden Privatiers sagen: „Wir leben als Deutsche in Österreich und werden aus unserer Sicht massiv diskriminiert, wenn nicht sogar geächtet.” Die Olbrichs seien sich sicher, dass sich ihre Nachbarn gegen sie verschworen haben und angefangen habe das schon vor langer Zeit. Sogar der Vater der Geschwister sei schon 2009 von einem Nachbarn angegriffen worden. Der Spiegel schreibt, der Mann habe vor seiner Tür Schnee geschippt, als ein Nachbar dort parken wollte. Herr Olbrich habe ihm aber keinen Platz gemacht, woraufhin der Nachbar aus seinem Auto ausgestiegen sei und dem Mann ins Gesicht geschlagen habe. Die Geschwister hätten ihren Vater später blutend zu Hause gefunden.
Vor rund vier Jahren soll es dann zu einer weiteren blutigen Auseinandersetzung gekommen sein. Dieses Mal zwischen den Geschwistern Olbrich und dem Schlagersänger Hansi Kiesler. OE24 zufolge seien die Geschwister abends mit ihrem Dobermann unterwegs gewesen und auf Kiesler sowie dessen Tochter getroffen. Zwischen Kieslers Tochter und Carsten Olbrich sei ein heftiges Wortgefecht über die ständigen Anzeigen entbrannt. Aber auch das Aussehen von Kieslers Tochter sei Bestandteil der Auseinandersetzung gewesen, woraufhin sich der Schlagersänger selbst eingeschaltet habe.
Video-Tipp: Nachbarschaftsstreit fesselt 91-Jährige an ihr Haus
Es kursieren zwei Versionen des eskalierten Streits
OE24 berichtet von einem Handyvideo, auf dem Kiesler ruft „Was willst du, du Oarschloch?”, bevor die Aufnahme abrupt endet. Was daraufhin passierte, darüber kursieren demnach verschiedene Versionen.
Die Olbrichs berichten laut OE24, Kiesler habe sie brutal zusammengeschlagen. Wie es heißt, belegen Krankenhausberichte einen Rippenbruch, einen Trommelfellriss, eine Gehirnerschütterung sowie etliche Prellungen bei den Geschwistern.
Hansi Kiesler hingegen berichtet, er habe das Handy weggeschlagen und seiner Tochter beistehen wollen, die mit dem Dobermann bedroht worden sei. Daraufhin sei er selbst von dem Tier attackiert worden, woraufhin er sich mit Tritten gewehrt habe. Carsten Olbrich sei während der Auseinandersetzung auf eine Bank gestürzt. Seine Schwester Gabriele habe an Hansi Kieslers Haaren gerissen, woraufhin er „zurückgehauen” habe.
Lese-Tipp: Amira Aly hat Ärger mit den Nachbarn: „Ich dachte wirklich, ich traue meinen Augen nicht”
Die Olbrichs haben Zivilklage beim Landgericht Innsbruck eingereicht
In einem Strafprozess sei Hansi Kiesler bereits eine Zahlung von 1.500 Euro auferlegt worden. Doch dem Geschwisterpaar scheint das noch nicht zu reichen. Wie es heißt, hätten Carsten und Gabriele Olbrich zudem Zivilklage beim Landesgericht Innsbruck eingereicht.
Laut Hansi Kiesler verlange das Geschwisterpaar insgesamt 250.000 Euro Schmerzensgeld. Carsten Olbrich hingegen spreche von einer Summe in Höhe von 75.000 Euro. Im September soll der Streit vor Gericht endgültig ausgefochten werden.
Verwendete Quelle: OE24, Der Spiegel
































