Rätsel um den Prinzessinnen-GattenKein schwedischer Prinz! Madeleines Ehemann holte sich lieber den deutschen Pass

Prinzessin Madeleine von Schweden und Chris O’Neill besuchen anlässlich der Feierlichkeiten zur Goldenen Hochzeit des Königspaares eine Aufführung der Königlichen Oper im Königlichen Opernhaus in Stockholm.
Prinzessin Madeleine Ehemann Chris O’Neill besitzt keinen schwedischen Pass, dafür aber den deutschen.
action press
von Lara Pöhls

Er hätte Prinz werden können. Er wollte nicht.
Als Christopher O’Neill (52) im Juni 2013 Prinzessin Madeleine (44) heiratete, sagte er gleich zweimal Nein: zum Prinzentitel und zur schwedischen Staatsbürgerschaft. Zehn Jahre später holte er sich dann ausgerechnet einen deutschen Pass. Der Grund dafür liegt in seiner Familie.

Lieber „Herr O’Neill” als Königliche Hoheit

Der Prinzentitel und die Staatsbürgerschaft – beides hätte ihm offengestanden, doch Christopher O’Neill lehnte ab. Denn wer offiziell zur Königsfamilie zählt, hat Verpflichtungen: Empfänge, Staatsbesuche, Jubiläen. Dazu ständige Kameras. Genau darauf hatte der Geschäftsmann keine Lust.

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Seine Begründung damals: berufliche Unabhängigkeit. Beim Hof wird er deshalb bis heute schlicht als „Herr Christopher O’Neill” geführt. Damit unterscheidet er sich grundlegend von Prinz Daniel und Prinzessin Sofia, die vollständig Teil der Familie wurden.

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Warum ausgerechnet ein deutscher Pass?

Ohne Pass stand O’Neill deswegen natürlich nie da. Im Gegenteil: Schon bei seiner Geburt 1974 in London hatte er Anspruch auf gleich drei Staatsbürgerschaften. Die Erklärung dafür findet sich in seinem Stammbaum. Den britischen Pass bekam er über seinen Geburtsort, den amerikanischen über seinen Vater. Und den deutschen über seine Mutter Eva Maria, die deutsch-österreichische Wurzeln hat. Sie ist bis heute eine bekannte Größe in der High Society und fördert unter anderem die Salzburger Festspiele.

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Den deutschen Pass besaß O’Neill früher schon einmal, ließ ihn aber verfallen. Der Grund: Deutschland erlaubte lange keine Mehrfachstaatsbürgerschaften. Als sich das änderte, holte er ihn 2023 zurück, beantragt über die deutsche Botschaft in Stockholm. Hofsprecherin Margareta Thorgren bestätigte der Zeitung Expressen damals, dem Antrag sei nach ordnungsgemäßer Bearbeitung stattgegeben worden. Praktisch war der Zeitpunkt obendrein: Mit dem deutschen Pass wurde O’Neill wieder EU-Bürger. Das erleichterte den Umzug der Familie nach Stockholm im Sommer 2024 erheblich.

Kein Prinz von Schweden! Bis heute nicht verziehen

Auch sprachlich ist Deutschland fest in seinem Leben verankert. O’Neill lernte Deutsch von seiner Mutter und verbrachte Teile seiner Kindheit in Deutschland und Österreich. Mit Madeleine wurde die Sprache später sogar zum Code: „Wir sprechen Deutsch, wenn wir in den USA sind”, verriet er 2013 der Zeitung Svenska Dagbladet. Grund: So verstehe sie dort niemand.

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O’Neill begleitet seine Frau zwar zu offiziellen Terminen, bleibt dabei aber, was er immer war: ein Beobachter am Rand, kein Teil des Protokolls. Gut kommt das bis heute nicht überall an. Kritiker werfen ihm vor, eine enge Bindung an Schweden bewusst zu vermeiden, obwohl er dort lebt. Laut dem spanischen Magazin „Hola” haben ihm bestimmte Kreise die Absage nie verziehen. Er selbst schweigt zu der Debatte.

Verwendete Quellen: nordbayern, Brisant