Sohn von Mette-Marit wartet auf BerufungsverhandlungLacher in U-Haft: Darum sorgt Marius Borg Høiby für Spott unter den Insassen

Auch im Hausarrest reißt die Berichterstattung über Marius Borg Høiby nicht ab.
Während der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit auf seine Berufungsverhandlung wartet, kommen nun Details aus seiner Zeit im Gefängnis ans Licht – und die sorgen in Norwegen für Gesprächsstoff.
Marius Borg Høiby: Neue Details zur Untersuchungshaft
Marius Borg Høiby befindet sich noch immer in Untersuchungshaft. Die Zeit muss er aber nicht mehr hinter Gittern verbringen: Vergangene Woche entschied das Bezirksgericht Oslo, die Haft in Hausarrest umzuwandeln. Diesen verbringt der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit auf Gut Skaugum, mit einer elektronischen Fußfessel und unter strikten Auflagen. Der 29-Jährige wurde deshalb aus dem Gefängnis entlassen.
Zuletzt saß Borg Høiby in der Ila Haft- und Verwahrungsanstalt, einem Hochsicherheitsgefängnis in der norwegischen Kommune Bærum. Dorthin wurde er verlegt, weil das Gefängnis in Oslo, in dem er zuvor eingesessen hatte, geschlossen wurde. In der neuen Haftanstalt habe Borg Høiby wohl oft Volleyball gespielt. Das berichtete ein anderer Insasse dem norwegischen „Dagbladet“.
Marius Borg Høiby stets in Begleitung von vier Beamten
Den Aussagen des Mannes zufolge sei Borg Høiby dabei stets von mindestens vier Beamten begleitet worden. Das habe für Spott unter den Insassen gesorgt. „Wir haben nur darüber gelacht. Es war ja nicht so, als ob wir ihm irgendetwas antun wollten“, so der Mann. Eine anschließende Anfrage des Boulevardblatts an den Strafvollzugsdienst wurde nur vage beantwortet. „Die Mitarbeiter des Strafvollzugsdienstes sind gesetzlich zur Verschwiegenheit hinsichtlich Informationen über Gefangene verpflichtet und haben daher keine Möglichkeit, Ihre Fragen zu beantworten“, stellte Atle Syvertsen, leitender Berater der norwegischen Strafvollzugsdirektion, klar.
Wann Borg Høiby ins Gefängnis zurückkehren muss, steht noch nicht fest. Er wurde im Juni zu vier Jahren Haft verurteilt, unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht. Da er jedoch Berufung eingelegt hat, ist das Urteil bisher nicht rechtskräftig. Wie „Dagbladet“ berichtet, nimmt Borg Høiby mit dem Hausarrest am sogenannten RISK-Programm teil. Die Abkürzung steht für „Risikoanalyse und Kriminalprävention von Gewalt in engen Beziehungen“.

Marius Borg Høiby aus dem Gefängnis in den Hausarrest entlassen
Im Falle von Borg Høiby geht es dabei insbesondere um seine Ex-Freundin, die im Strafverfahren als „Frogner-Frau“ bezeichnet wurde. Er hatte sie wiederholt körperlich attackiert und gegen die einstweilige Verfügung verstoßen, die gegen ihn vorlag. Mit der Teilnahme am RISK-Programm soll die Wiederholungsgefahr, die das Gericht bei Borg Høiby als hoch einschätzt, verringert werden. Teil des Programms sind laut Bericht unter anderem separate Gespräche des Täters und des Opfers mit Fachkräften aus dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie psychologischen Spezialisten.
Petar Sekulić, Verteidiger von Borg Høiby, erklärte, dass RISK – in Kombination mit einer Fußfessel – das Risiko weiterer Gewalttaten drastisch verringern werde. Sowohl Borg Høiby selbst als auch der Anwalt machten deutlich, dass er das Programm ernst nehmen werde. „Ich werde alles tun, um zu beweisen, dass keine Gefahr eines Rückfalls besteht“, zitierte „Dagbladet“ Marius Borg Høiby.
Verwendete Quellen: stern.de


