Kultfilm-Star wird unsterblichDirty Dancing“-Fans aufgepasst! So wird Patrick Swayze geehrt

Filmszene mit dem amerikanischen Schauspieler Patrick Swayze und seiner Partnerin Jennifer Grey in den Hauptrollen. Aufgenommen im September 1987.
Jennifer Grey und Patrick Swayze als "Baby" und Johnny in "Dirty Dancing".
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Der Kultfilm „Dirty Dancing“ bekommt eine Fortsetzung. Jennifer Grey wird darin erneut als „Baby“ zu sehen sein. Auch ihr 2009 verstorbener Co-Star Patrick Swayze soll im Sequel eine Rolle spielen - allerdings ohne Einsatz von KI.

„Mein Baby gehört zu mir.“ Spätestens wenn Patrick Swayze in seiner Rolle Johnny Castle diesen Satz im Kultfilm „Dirty Dancing“ sagt, schmelzen bis heute die Frauenherzen. 1987 kommt die Liebesgeschichte zwischen dem rebellischen Tanzlehrer und Frances „Baby“ Houseman, einer Tochter aus gutem Hause, in die Kinos - und bricht Rekorde.

Nun soll der Kultfilm eine Fortsetzung bekommen. Darin wird die inzwischen 68-jährige Hauptdarstellerin Jennifer Grey erneut als „Baby“ zu sehen sein. Sie wurde damals durch „Dirty Dancing“ für kurze Zeit zum Weltstar. Dass im Anschluss dann die großen Rollen ausblieben, schob Grey auf eine Nasenkorrektur, die ihr Aussehen stark veränderte.

Ihr Co-Star Patrick Swayze, der als Johnny Castle die Mädchenherzen brach und einen wahren Mambo-Boom in Tanzschulen auslöste, starb allerdings 2009 an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Kursierende Spekulationen, dass Swayze für die Fortsetzung per Künstlicher Intelligenz (KI) filmisch wieder zum Leben erweckt werden könnte, dementiert die Produzentin des Sequels nun deutlich.

Während einer Podiumsdiskussion auf dem „IndieWire Future of Filmmaking 2026 Summit“ stellte Nina Jacobson klar: „Keine Sorge, wir werden ihn nicht mit KI zurückbringen.“ Dennoch solle die Fortsetzung den mit 57 Jahren verstorbenen Schauspieler ehren. „Das ist einer der Punkte, auf die man sich wirklich konzentrieren muss: Wie man die Menschen in einem Film um ihn trauern lässt“, erklärte Jacobson.

Jennifer Greys Comeback als „Baby“ stand bereits seit der ersten Ankündigung des Projekts auf der CinemaCon 2022 in Las Vegas fest. Diesmal wirkt sie zusätzlich als ausführende Produzentin mit. An ihrer Seite steht eine Riege junger Nachwuchsschauspieler, worum es genau geht, hält das Team noch unter Verschluss.

„Die Rolle der ‚Baby‘ hat einen sehr tiefen und bedeutungsvollen Platz in meinem Herzen eingenommen, so wie bei vielen Fans über die Jahre“, hatte Grey im Januar in einem Statement erklärt. In der „Drew Barrymore Show“ verriet sie sogar einen Wunschkandidaten für den neuen Cast: Harry Styles. Außerdem versprach sie, der Film werde „Tanzen, Musik und „Sex“ bieten.

Für das Studio Lionsgate produzieren Jacobson und Brad Simpson, die bereits „Die Tribute von Panem“ und „Crazy Rich Asians“ verantworteten, den Film. Das Drehbuch schreibt Kim Rosenstock („Dying for Sex“), die schon für den Emmy und den Golden Globe nominiert war. Im Januar hatte Lionsgate angekündigt, noch in diesem Jahr mit den Dreharbeiten beginnen zu wollen, wie damals „Entertainment Weekly“ berichtete. Ein Kinostart steht noch nicht fest.

Kein Versuch, die Magie zu kopieren

Auf dem Podium sprach Jacobson auch über den Film von 1987. Für ein großes Hollywood-Liebesdrama sei „Dirty Dancing“ mutig, schließlich ginge es darin auch um Abtreibung. „Ich erinnere mich, als ich den Film zum ersten Mal sah, wirkte er wie Hochglanzunterhaltung. Jetzt fühlt es sich eher wie ein Indie-Film an“, sagte die Produzentin. Genau dieses Gefühl wolle das Team wiederbeleben.

Im Original verbringt die naive Baby den Sommer mit ihrer Familie in einem Resort in den Catskills und verliebt sich dort in Johnny Castle. Der Film wurde auf Anhieb zum Kulturphänomen, getragen von der Chemie zwischen Grey und Swayze und einem Bestseller-Soundtrack. „(I’ve Had) The Time of My Life“ von Jennifer Warnes und Bill Medley gewann sogar den Oscar als bester Filmsong.

Dass sich die Leinwandmagie mit Swayze nicht wiederholen lässt, weiß Grey nur zu gut. Schon 2020 sagte sie dem „People“-Magazin, man könne niemanden ersetzen, der gestorben ist. „Man versucht nie, etwas so Magisches zu wiederholen. Man macht einfach etwas anderes.“

Verwendete Quellen: csp/spot