Dritte Klage gegen Reality-StarEx-Köchin gibt Kylie Jenner Schuld an Fehlgeburt

Im Umfeld von Kylie Jenner zu arbeiten, ist Aussagen von Angestellten zufolge alles andere als einfach: In einer dritten Klage gegen den Reality-Star schildert eine Ex-Köchin von heftigen Belastungen. Auf ihre Schwangerschaft sei nicht Rücksicht genommen worden - mit tragischen Folgen.
Wenige Monate nachdem zwei ehemalige Haushälterinnen von Kylie Jenner die Unternehmerin und Reality-TV-Darstellerin verklagt haben, hat laut übereinstimmenden US-Medienberichte auch eine dritte Ex-Angestellte Klage eingereicht. Eine Privatköchin wirft Jenner und damaligen Vorgesetzten unter anderem vor, dass sie aufgrund einer zu hohen Arbeitsbelastung eine Fehlgeburt erlitten habe.
Laut der bereits am Montag in Los Angeles eingereichten Klage sei von der damals schwangeren Frau verlangt worden, dass sie lange Schichten arbeite und körperlich zu fordernde Aufgaben übernehme, obwohl sie Vorgesetzten mitgeteilt hatte, dass es sich bei ihr um eine Risikoschwangerschaft handelte, schreibt die „Los Angeles Times“. „Today“ und „Entertainment Weekly“ berichten entsprechend.
Etwa zu Thanksgiving im Jahr 2024 sei die Frau als Privatköchin Jenners eingeteilt worden. Im Dezember habe sie ihre Vorgesetzten darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie im dritten Monat schwanger war und „angemessene Vorkehrungen zum Schutz ihrer Gesundheit und ihrer Schwangerschaft“ getroffen werden müssten, berichtet die „Los Angeles Times“ unter Einsicht der Klage.
An Silvester hätten die Vorgesetzten sie beauftragt, schwere Lebensmittel zu transportieren. Der Klägerin sei dabei schwindelig geworden, sie habe nach Luft gerungen und das Sicherheitspersonal habe ihr helfen müssen. Im Februar wurde die Frau, die damals im fünften Schwangerschaftsmonat war, demzufolge dazu abgestellt, für eine Geburtstagsfeier eines der Kinder Jenners zu kochen. Die Vorgesetzten hätten ihre Bitten nach Hilfe und ihre Bedenken ignoriert.
Aufgrund der Belastung und ihrer Erschöpfung sei die Klägerin während der Feier im Badezimmer emotional zusammengebrochen. Nach einem starken Erschöpfungsgefühl am Abend sei sie am nächsten Morgen mit starken Blutungen aufgewacht. In der Notaufnahme sei ihr mitgeteilt worden, dass bei ihrem ungeborenen Kind kein Herzschlag erkennbar war. Wenige Tage später habe die Frau erneut starke Blutungen erlitten und sei zusammengebrochen. Nach einer Fehlgeburt habe sie der Klage zufolge mit schweren Depressionen zu kämpfen gehabt. „Hör auf damit, hör einfach auf. Du irritierst Kylie. Du machst sie depressiv“, habe eine vorgesetzte Person sie zurechtgewiesen.
Die ehemalige Privatköchin Jenners fordert Schadenersatz in ungenannter Höhe. Sie klage unter anderem auch, weil sie nicht rechtzeitig für die geleisteten Arbeitsstunden entlohnt worden sei, wegen Diskriminierung aufgrund ihrer Schwangerschaft, Belästigung und einer unrechtmäßigen Kündigung. Nur weil jemand prominent sei, entbinde es diese Person nicht davon, die kalifornischen Arbeitsgesetze einzuhalten, erklärte die Anwältin der Klägerin, Della Shaker. Sie vertritt auch zwei weitere ehemalige Angestellte Jenners, die zuvor Klage eingereicht haben. Eine Stellungnahme von Jenners Seite gibt es bislang nicht.
Verwendete Quellen: jog/spot

