Bangkok ist die erste GastgeberstadtDer Eurovision Song Contest wird bald asiatisch! Hier steigt die Mega-Show

BASEL, SCHWEIZ 20250518 Österrikes JJ med låten Wasted Love vinner den 69:e upplagan av Eurovision Song Contest (ESC) i St. Jakobshalle, i Basel, Schweiz, lördag den 17 maj, 2025. Foto: Jessica Gow / TT / Kod 10070
In Bangkok soll es in diesem Jahr ein ähnliches Spektakel geben wie im vergangenen Jahr beim ESC in Basel.
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Auch wenn „Europa“ im Namen des Eurovision Song Contests steckt, wäre der Gesangswettbewerb doch auch was für Asien - oder etwa nicht? Die Macher scheinen davon jedenfalls überzeugt zu sein und wollen die Show nun exportieren.

Der Eurovision Song Contest (ESC) weitet sein Konzept auf den asiatischen Kontinent aus und feiert noch 2026 eine historische Premiere. Wie die European Broadcasting Union (EBU) bekannt gab, wird Bangkok die erste Gastgeberstadt für das musikalische Großereignis sein. Das Finale ist für den 14. November angesetzt.

Die Organisation erfolgt laut Ankündigung in Zusammenarbeit mit dem thailändischen Sender Channel 3, der den Contest überträgt. Bisher haben allerdings erst zehn Länder ihre Teilnahme bestätigt, weitere sollen in den nächsten Monaten folgen. Zu den ersten Teilnehmern gehören neben Thailand auch Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, Laos, Malaysia, Nepal, die Philippinen, Südkorea und Vietnam.

Das Format orientiert sich an der bewährten Struktur des europäischen Vorbilds und wird nationale Vorentscheide umfassen, die schließlich in das große Live-Finale in der thailändischen Hauptstadt münden. Ziel des Wettbewerbs ist es, die unterschiedlichen Identitäten und Geschichten der asiatischen Nationen auf einer gemeinsamen Bühne zu vereinen.

Bei der Fangemeinde des ESC stößt die Bekanntgabe auf gemischte Gefühle. Während einige die Expansion des Formats mit Spannung erwarten, reagieren andere Nutzer auf Instagram mit deutlicher Skepsis.

Aufgrund der zeitlichen Nähe zum ersten April äußerten einige Kommentatoren zunächst sogar die Vermutung, dass es sich bei der Nachricht um einen verfrühten Aprilscherz handeln könnte. In den Kommentarspalten wird zudem immer wieder die Frage aufgeworfen, warum der Wettbewerb nicht schlicht „Asiavision“ genannt wird.

Kritische Stimmen mahnen außerdem an, dass sich die EBU primär auf den ursprünglichen Wettbewerb konzentrieren sollte. Ein Nutzer kommentierte, dass man erst die bestehenden Probleme des originalen Contests lösen müsse, bevor man über eine Erweiterung des Formats nachdenke.

Das europäische Format, das dieses Jahr in Wien stattfindet, wurde zuletzt von heftigen Kontroversen überschattet. Mehrere Länder sagten aufgrund der Teilnahme Israels ihre Teilnahme in diesem Jahr ab, darunter Spanien, die Niederlande und Irland.

Verwendete Quellen: vpr/spot