Emilia Clarke wird 40 und klagt an„Game of Thrones“-Star rechnet mit Hollywood ab

Emilia Clarke walks the red carpet at the Television Academy's 78th Emmy Awards telecast at the Peacock Theater at L.A. LIVE on Monday, Sept. 14, 2026 in Los Angeles. (Photo by Jordan Strauss/Invision for the Television Academy/AP Content Services)
Wird demnächst 40: Emilia Clarke.
picture alliance / AP Photo/Jordan Strauss

Als sie bei „Game of Thrones“ in die Rolle der Daenerys Targaryen schlüpft, ist Emilia Clarke gerade mal Anfang 20. Was zu jener Zeit kaum jemand weiß: Ihr geht es damals alles andere als gut. Aber auch die Gegenwart sei für sie als Frau im Filmgeschäft herausfordernd, erklärt sie.

Als „Drachenkönigin“ Daenerys Targaryen in der Erfolgsserie „Game of Thrones“ wird Emilia Clarke einst zum Star. Nun steht sie kurz vor ihrem 40. Geburtstag - und geht mit dem unterschiedlichen Umgang mit Frauen und Männern in Hollywood ins Gericht.

„Der Unterschied ist, glaube ich, dass wir als Gesellschaft Frauen immer noch schneller kritisieren als Männer“, sagt Clarke im Interview mit der britischen Ausgabe der „Marie Claire“. Besonders beschäftige sie, dass Schauspielerinnen in ihren 50ern und 60ern oft kaum noch an bedeutende Rollen kämen. „Ja, und das raubt mir den Schlaf. Ich versuche, herauszufinden, wie ich mein Selbstwertgefühl nicht an die Erwartungen oder Ansichten anderer knüpfe. Und das ist wirklich schwer. Der Schlüssel zum absoluten Unglück ist der Vergleich. Ich sage nicht, dass ich das nicht mache, aber ich versuche, mich dabei zu ertappen und Stärke in dem zu finden, was ich bin“, erklärt sie.

Auch mit den Schönheitsidealen, die Social Media Frauen und Männern vermittelt, hadert die Britin: „Ihr wollt, dass wir alle gleich aussehen? Ihr wollt einfach eine Bevölkerung mit demselben Gesicht und demselben Körper? Kommt schon, wir sind Menschen! Wir werden uns verändern.“

„Besessen von dem, was noch kommt“

Clarke feiert ihren 40. Geburtstag am 23. Oktober. Über die Gegenwart könne sie inzwischen lachen, erklärt sie, die Zukunft lasse sie dagegen nicht los. „Ich bin auf ungesunde Weise besessen von dem, was noch kommt.“

Als das Stichwort Selbstliebe fällt, korrigiert sie prompt: „Na ja, Selbstakzeptanz. Manche Menschen tun sich schwer damit, bis zur Liebe zu kommen.“ Und wie weit ist sie selbst? „Mir geht’s ganz gut!“, sagt sie lachend. „Ich bin auf dem Weg!“

Wie steinig dieser Weg war, zeigt der Blick zurück. 2011, kurz nach dem Dreh der ersten „Game of Thrones“-Staffel, erlitt Clarke die erste von zwei lebensbedrohlichen Hirnblutungen. „Die erste Staffel war an Weihnachten abgedreht, im Februar lag ich mit meiner ersten Hirnblutung im Krankenhaus. Meine erste Pressetour habe ich also unter Morphium gemacht“, erklärt sie.

„Ich war wie erstarrt“

2013 traf es sie erneut. „Beim zweiten Mal dachte ich: Das ist einfach wirklich, wirklich, wirklich, wirklich hart. Und dann ist mein Vater gestorben, und das hat mich komplett zerlegt“, so Clarke. Ihr Vater Peter erlag einem Krebsleiden.

Heute ist die Schauspielerin davon überzeugt, dass sie ein ganzes Jahrzehnt unter Schock gestanden habe. „Als ich ‚Game of Thrones‘ gedreht habe, hatte ich null Neugier auf mich selbst, auf die Erfahrung, auf überhaupt irgendetwas. Ich stand einfach unter Schock. Ich war wie erstarrt, zehn Jahre lang“, sagt Clarke.

Verwendete Quellen: vpr/spot